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WisdomTree: Vielversprechende Aussichten für Nickel

WisdomTree: Nickel bietet spannende langfristige Aussichten, da sein Einsatz in Batterien für Elektrofahrzeuge die künftige Nachfrage voraussichtlich antreiben wird.

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Von Mobeen Tahir, Associate Director, Research, WisdomTree


Dieser strukturelle Trend immunisierte es jedoch nicht gegen den jüngsten Gegenwind bei Industriemetallen. Industriemetalle sind zyklische Rohstoffe und ihre Performance wird durch das globale Wirtschaftswachstum angetrieben. Der Sektor stand daher aufgrund der Handelskonflikte und in jüngerer Zeit auch aufgrund des Coronavirus unter Druck. In diesem Blog möchten wir den Fokus wieder auf die strategische Rolle von Nickel richten. Wir sind uns weiterhin dessen bewusst, dass der aktuelle Sturm auf den Märkten noch nicht vorbei ist, erwarten jedoch einen ruhigeren Seegang, sobald der vorhandene Gegenwind nachlässt.

Analyse der jüngsten Geschichte von Nickel

Nickel übertraf in den letzten 3 Jahren den Korb mit Industriemetallen (bestehend aus Kupfer, Zink, Aluminium und Nickel) deutlich (Abbildung 1). Der Sektor stand seit dem Aufkommen der Handelskonflikte im Jahr 2018 vor Herausforderungen; dies sowohl direkt aufgrund von Zöllen als auch indirekt aufgrund der daraus resultierenden Verlangsamung der globalen Wirtschaftstätigkeit.

Auch Nickel hatte in dieser Zeit seinen Anteil an der Preisvolatilität. Das Metall erholte sich insbesondere im Juli 2019 in der Erwartung, dass Indonesien, das einen Viertel des weltweiten Nickelangebots produziert, sein Exportverbot für Nickelerz um zwei Jahre bis Januar 2020 vorverlegen wird. Indonesien gab diese Entscheidung bald danach bekannt. Bedenken hinsichtlich Lieferengpässen trieben den Preis in einem Markt an, der bereits ein Defizit aufwies1. Das Schicksal war Nickel im letzten Quartal 2019 weniger gewogen, als die Nachfrage nach Edelstahl, auf die derzeit fast zwei Drittel des Metallverbrauchs entfallen, zurückging. Die Dynamik des Nickelmarktes ist jedoch veränderlich, weshalb wir optimistisch in die Zukunft blicken.

30-03-20 WisdomTree

Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Monatliche Daten vom 01.01.2017 bis 01.03.2020. Der Industriemetallkorb bezieht sich auf den Bloomberg Industrial Metals Subindex. Die historische Wertentwicklung ist kein Massstab für zukünftige Ergebnisse, da der Wert jeder Anlage fallen kann.

Batterielösungen erfordern einen grösseren Anteil an Nickel

Dem Metallexperten Wood Makenzie zufolge werden Batterielösungen bis 2040 voraussichtlich für mehr als 30 Prozent des gesamten Nickelbedarfs sorgen, gegenüber heute rund 4 Prozent (Abbildung 2). Dies liegt daran, dass Elektrofahrzeuge bis 2040 voraussichtlich rund 50 Prozent aller Personenwagen-Verkäufe ausmachen, gegenüber heute rund 8 Prozent. Um dieses Wachstum zu ermöglichen, müssen Batterien effizienter werden. Nickel wird dabei voraussichtlich eine entscheidende Rolle spielen. Laut dem Nickel Institute treiben nickelhaltige Lithium-Ionen-Batterien die Revolution des Elektrofahrzeugs voran, da Nickel in Batterien zu einer höheren Energiedichte und einer grösseren Speicherkapazität bei geringeren Kosten beiträgt. Dies verschafft Elektroautos sowohl eine grössere Reichweite, d. h. die Fähigkeit, längere Strecken ohne Aufladen zu fahren, als auch niedrigere Kosten, was eine breitere Akzeptanz fördert.

Die Auswirkungen des Nachfragewachstums auf den Nickelpreis können nun theoretisch durch einen gleichmässigen Anstieg des Angebots ausgeglichen werden. Wir glauben jedoch, dass das Angebotswachstum viel langsamer sein wird, da es Wood Mackenzie zufolge im Durchschnitt etwa neun Jahre dauert, bis ein neues Nickelabbauprojekt mit der Produktion des Metalls beginnen kann. Ausserdem werden Bergleute höhere Preise begehren, um sich für solche Projekte gewinnen zu lassen.

30-03-20 2 WisdomTree

Source: Bloomberg, data as of 19/02/2020. Historical performance is not an indication of future performance and any investments may go down in value.


1 Laut der International Nickel Study Group betrug das Angebotsdefizit von Nickel im Jahr 2018 6,2%, im Jahr 2019 3,2% und im Jahr 2020 voraussichtlich 1,8%, bezogen auf die Nachfrage, basierend auf den zum 31. Oktober 2019 verfügbaren Daten.

Quelle. ETFWorld

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