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VanEck : Schwellenländeranleihen: Mehr „Ramsch“ im Portfolio?

Seit 2013 wurde das Kreditrating der in Hartwährung begebenen Schwellenländeranleihen signifikant heruntergestuft …

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Die Renditen haben sich trotz höheren Risikoaufschlägen verringert

Eine Alternative bieten in Lokalwährungen begebene Staatsanleihen

Investoren scheinen mehr „Ramsch“ in ihrem Portfolio zu haben und müssen dementsprechend mit einem höheren Ausfallrisiko als noch vor vier Jahren rechnen. Seit 2013 fielen die Durchschnittsratings der Schwellenländeranleihen von BBB- auf BB+. Zur gleichen Zeit haben sich die Renditen trotz höheren Risikoaufschlägen verringert.

Bedingt durch die Ratingabwertungen von China, Brasilien und Südafrika stehen aktuell die Ausfallrisiken der Schwellenländer im Fokus der Investoren. Seit 2013 wurde das Kreditrating der Schwellenländeranleihen, die in Hartwährungen begeben wurden, signifikant heruntergestuft. Mehr als 51 Prozent des J.P. Morgan EMBI Global Diversified Index wurde am 31. Mai 2017 als High-Yield oder „Ramsch“ eingestuft. Ende 2013 waren es nur 34 Prozent.

Zunahme von Ratingabwertungen

Moody‘s Abwertung von chinesischen Anleihen sorgte im Mai für große Aufmerksamkeit. Und das, obwohl diese Abwertung angesichts der Tatsache, dass China kaum in Anleihenindizes für Schwellenländer enthalten ist, bisher wenig Einfluss auf die Investoren hat. Im Gegensatz dazu haben Brasilien und Südafrika Abwertungen erlitten, die einen größeren Einfluss auf Investoren haben. Beide Länder wurden aufgrund erhöhter politischer Risiken abgewertet, die wichtige steuerliche und wirtschaftliche Reformen gefährdeten. Südafrika wurde sowohl von S&P als auch von Fitch vom Status Investment-Grade zu High-Yield herabgestuft. Brasilien wurde der Investment-Grade-Status von S&P im Jahr 2015 aberkannt.

Verengung der Spreads

Obwohl sich der Spread des J.P. Morgan EMBI Global Diversified Index nicht grundlegend verändert hat, zeigt die individuelle Betrachtung der High-Yield- und Investment-Grade-Segmente im Index eine andere Geschichte. Vor allem im High-Yield-Segment zeigt sich eine deutliche Verengung des Spreads. Weil aber der High-Yield-Anteil im Index größer geworden ist, fällt die Verengung der Spreads im Gesamtindexes weniger auf.

Höhere Qualität und lokale Währungsanleihen verschaffen Investoren einen Mehrwert

Eine Option, für Investoren Mehrwert zu erzielen, liefert der J.P. Morgan Custom EM Investment Grade Plus BB-Rated Sovereign USD Bond Index, der überwiegend aus Investment-Grade-bewerteten Anleihen mit nur einer limitierten Anzahl an BB-Ratings besteht. Per 31. Mai 2017 belief sich die Rendite auf 3,74 Prozent. Dies führte zu einem Anstieg von 60 Basispunkten im Vergleich zu in US-Dollar denominierten Investment-Grade Unternehmensanleihen, wie sie beispielsweise im Bloomberg Barclays U.S. Corporate Bond Index enthalten sind.

Um dem Kreditrisiko zu trotzen, bieten auch auf Lokalwährungen denominierte Staatsanleihen von Schwellenländern eine Alternative. Anders als Hartwährungsanleihen sind sie durchschnittlich besser geratet. Der Grund dafür ist, dass sie gegenüber Währungsschwankungen resistent sind. Der Kurs von Fremdwährungen hat nicht direkt Einfluss auf die Fähigkeit des Landes, seine Lokalwährungsanleihen auszuzahlen. Des Weiteren scheinen die Länder, die Anleihen in Lokalwährungen begeben, entwickelte lokale Märkte zu haben, die für ausländische Investoren zugänglich sind. Stärker geöffnete Märkte führen zu einem höheren Rating. Investoren setzen sich einem höheren Währungsrisiko aus, in dem sie in lokale Währungen investieren, erlangen dadurch aber auch ein reduziertes Kreditexposure und können von höheren Renditen profitieren.

Quelle: ETFWorld

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