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VanEck: Moat Investing: Den breiten Markt schlagen – und zwar mit Indexfonds

„Mit Indexfonds den Markt schlagen – ein Widerspruch?…

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Von Dominik Poiger, CFA, ETF Trader / Portfolio Management bei VanEck


Mitnichten! Die Tatsache, dass ein Großteil der aktiv gemanagten Fonds langfristig hinter ihrer Benchmark zurückbleiben, bedeutet noch lange nicht, dass Anleger einfach nur dem Markt folgen sollten, um größtmögliche Erträge zu generieren. Denn mit passiven Anlageinstrumenten – beispielsweise in Form von Exchange-Traded-Funds (ETFs), die auf innovativen Indexmodellen basieren – können Anlegern eine respektable Outperformance erzielen. Ein entsprechendes Beispiel findet sich mit dem Morningstar® Wide Moat Focus IndexTM, der 2017 mit einer Gesamtperformance von 24 Prozent den S&P 500 um zwei Prozentpunkte schlug – und das zum sechsten Mal seit seiner Auflage im Jahr 2007. Damit gelang diesem Index, was laut einer Studie von S&P Dow Jones mehr als 80 Prozent aller aktiven Fondsmanager über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht schaffen: den Markt zu schlagen!

Aktien wettbewerbsstarker Unternehmen mit deutlicher Outperformance

Das Erfolgsrezept des Morningstar Wide Moat Focus Index liegt im Konzept der nachhaltigen Wettbewerbsvorteile, auch Economic Moats oder wirtschaftliche Burggräben genannt. Gemeint sind damit Wettbewerbsvorteile, die Unternehmen gegenüber der Konkurrenz schützen, und das über mindestens 20 Jahre. Die Analysten des Investment-Research-Hauses Morningstar untersuchen in einer mehrstufigen Analyse ein breites Aktienuniversum auf Wettbewerbsvorteile. Im Vergleich zum S&P 500 wird nicht nur ein möglichst breites Spiegelbild der US-amerikanischen Wirtschaft geliefert, sondern die rund 40 wettbewerbsstärksten US-amerikanischen Titel selektiert. Der Vorteil: Der Morningstar Wide Moat Focus Index listet somit nicht einfach nur die nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen, sondern nur solche, die ein „Wide“ Morningstar® Economic MoatTM Rating tragen. Neben diesen Kriterien wird anhand von Prognosen zukünftiger Erträgen ein fairer Wert der Aktie ermittelt und die Differenz zur aktuellen Bewertungslage analysiert. Nur die 40 Titel mit der niedrigsten Differenz, also die im relativen Vergleich am günstig bewerteten Titel, schaffen es in den Index. Mit Blick auf die historische Outperformance zeigt sich, dass – obwohl Diversifikation unbestritten wichtig für jedes Portfolio ist – es sich für Anleger durchaus lohnen kann, auf selektierte Aktien mit langfristigen Wettbewerbsvorteilen zu setzen, anstelle einfach nur dem breiten Markt zu folgen. Das setzt allerdings den richtigen und vor allem strukturierten Investmentansatz voraus!

Warum weniger manchmal mehr ist

Diese grundliegend unterschiedlichen Rezepte, nach dem die Indexkomponenten zusammengerührt werden, resultiert in einer Sektorengewichtung, die stark vom S&P 500 abweicht. So macht der Gesundheitssektor im Morningstar Wide Moat Focus Index etwa ein Drittel (circa 33 Prozent) des Gesamtvolumens aus, während er im S&P 500 lediglich nur rund 15 Prozent gewichtet ist. Und während beispielsweise zyklische Konsumgüter im Morningstar-Index etwa ein Fünftel (22 Prozent) des Indexvolumens ausmachen, beträgt ihr Anteil im S&P 500 lediglich 11 Prozent. Gerade diese Sektoren zählten 2017 zu den Haupt-Performancetreibern des Moat-Universums. So waren zyklische Konsumgüter etwa zu einem Drittel und der Gesundheitssektor zu etwa 16 Prozent für die Gesamtperformance des Indizes verantwortlich. Mit etwa einem Fünftel spielte auch der Finanzsektor eine wesentliche Rolle für den Erfolg den Morningstar Wide Moat Index, allerdings ist er im Vergleich zum S&P 500 leicht unterrepräsentiert.

Ebenfalls unterrepräsentiert im Vergleich zum Gesamtmarkt sind Sektoren wie Technologie (-13 Prozent), Energie (-6 Prozent) oder defensive Konsumgüter (-7 Prozent). Das Erstaunliche: Obwohl deutlich weniger Technologietitel im Morningstar Wide Moat Focus Index vertreten sind, lag ihre kumulierte Jahresperformance mit 51 Prozent im Plus rund 14 Prozentpunkte über derer der Technologietitel im S&P 500. Ein Zeichen dafür, dass es sich für Anleger lohnen kann, einem innovativen Index anstatt einfach nur dem Markt zu folgen. Ein ähnliches Bild ergab sich 2017 für den Immobiliensektor, der im Morningstar Wide Moat Index aktuell lediglich durch die beiden Immobilienunternehmen CBRE Group Inc. und Jones Lang LaSalle Inc. repräsentiert wird. Während der Immobiliensektor im Moat-Index ein Plus von 40 Prozent erzielte, kamen die rund 30 Immobilien-Titel im S&P gerade einmal auf sieben Prozent.

Die Analyse des Morningstar® Wide Moat Focus IndexTM im Vergleich zum S&P 500 offenbart: Während Indexmodelle, die einen möglichst großen Teil des Marktes abbilden, sich positiv auf den Diversifikationsgrad eines Aktienportfolios auswirken, kann genau dies zulasten der Performance gehen. Denn wer auf einen möglichst breiten Aktienindex setzt, dessen einziges Aufnahmekriterium Marktkapitalisierung lautet, investiert zwangsläufig auch in Unternehmen, die zwar groß sind und im aktuellen Umfeld gut dar stehen, womöglich aber wenig zukünftiges Potenzial besitzen oder schlichtweg überteuert sind. Um den breiten Markt zu schlagen, kann es für Anleger daher sinnvoller sein, auf ein selektiertes Portfolio mit Qualitätsunternehmen zu setzen, die vergleichsweise günstig bewertet sind. Mit einem passiv gemanagten Investmentprodukt auf dem Morningstar® Wide Moat Focus IndexTM können Anleger dabei vom gebündelten Know-how von weltweit mehr als 100 Research-Analysten von Morningstar profitieren.“

Quelle: ETFWorld

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