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TwentyFour Asset Management: Lebewohl, liebe janet!

Janet Yellen hat sich mit ihrer letzten Sitzung des FOMC nach einer als erfolgreich angesehenen vierjährigen Amtszeit nun verabschiedet.….

Von Gary Kirk, TwentyFour Asset Management


Zwar hat die Fed das Inflationsziel von 2% nicht erreicht – die anderen Mandatsanforderungen zur Maximierung der Beschäftigung wurden jedoch wahrlich erfüllt. Heute räumt Frau Yellen offiziell ihren Schreibtisch und verlässt die Fed nach 14 Jahren im Eccles-Gebäude. Am Montag wird Jerome Powell als neuer Fed-Vorsitzender vereidigt.  

Wie erwartet, wurden die Fed Funds gestern bei 1,25-1,50% gehalten, obwohl die FOMC-Stellungnahme deutlich kämpferischer aufgefasst werden konnte. Der Markt rechnet nun mit einer 99%igen Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung um 0,25 Prozent bei der nächsten Sitzung am 21. März. Für uns lieferte das Statement keine wirklichen Überraschungen. Die Fed betonte die gesteigerte Beschäftigung, die Zunahme der Ausgaben der privaten Haushalte und vermittelte eine optimistische Einschätzung der Anlageinvestitionen der Unternehmen. Die wichtigste Frage für die Märkte ist jedoch die Inflation: hinkt sie einer Konjunkturbelebung hinterher oder bleibt sie harmlos? Die Fed vermerkte, dass die Inflationsrate für andere Güter als Nahrungsmittel und Energie weiterhin unter dem 2%-Ziel liegt. Der Ausschuss geht aber davon aus, dass die Wirtschaftstätigkeit in moderatem Tempo ansteigen wird (mit weiteren schrittweisen Anpassungen der Geldpolitik) und die Arbeitsmarktbedingungen stark bleiben werden. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass die Inflation (auf 12-Monats-Basis) zunimmt und sich um die Zielmarke von 2 % stabilisiert.

Das war also das Ende von Janets Ära, und nun kommen wir zu Herrn Powell. Die Fundamentaldaten bleiben günstig, und die fiskalischen Anreize der Regierung sollten bei der Erreichung des Inflationsziels zusätzlich unterstützen. Einer der wichtigsten Faktoren, ist die anhaltende Diskussion über das Inflationsziel selbst. Die derzeit geltende 2%-Zielvorgabe verschafft dem Markt ein hohes Mass an Klarheit. Die Gerüchte, dass die Fed die Festlegung eines „Zielbereichs der Inflation“ anstelle einer harten Einzelzahl in Betracht ziehen soll, beunruhigen. Dies würde der Fed zwar mehr Flexibilität in ihrer Zinspolitik geben, aber den Marktteilnehmern eine weitaus grössere Unsicherheit verschaffen. Dies wird wohl einer der wichtigsten Aspekte sein, die wir in der Anfangsphase des neuen Regimes verfolgen müssen. 

Quelle: BONDWorld

 

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