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SPDR Strategie Espresso: Investitionsmöglichkeiten im Gesundheitssektor

SPDR : Nach den jüngsten und in diesem Ausmaß beispiellosen Maßnahmen der Zentralbank sowie dem Versprechen auf fiskalische Stimulierung durch viele große Volkswirtschaften hoffen wir, dass die Aktienmärkte eine gewisse Unterstützung erfahren werden…

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SPDR Strategie Espresso: 23. März 2020


Für Anleger, die nach relativ sicheren Einstiegsmöglichkeiten in den Markt suchen, sind Investitionen in denGesundheitssektor eine Überlegung wert. Der Sektor hat sich an den meisten Tagen der aktuellen Krise relativ gut entwickelt und Zuflüsse von Anlegern gesammelt .

Unter den aktuellen Themen dieses Sektors ist der Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus sicherlich das auffälligste. Investitionen in den gesamten Sektor sind eine Möglichkeit, den erhofften Erfolg dieses Vorhabens zu sichern.

Ängste vor US-Regulierung gesunken

Die Entwicklungen während der Vorwahlen der US-Demokraten konnten das Risiko verringern, dass einige der härtesten Regulierungsvorschläge in Kraft treten. Nachdem der ehemalige Vizepräsident Joe Biden zum Spitzenreiter der Demokratischen Partei avancierte, stiegen die US-Gesundheitsaktien sprunghaft an, was darauf hindeutet, dass die Investoren Bidens Vision einer Ausweitung des Affordable Care Act dem Plan von Bernie Sanders für die allgemeine Gesundheitsversorgung (Medicare for All) vorziehen.

Es gibt nach wie vor Bedrohungen durch die derzeitige Regierung, aber auch diese könnten nun verringert werden. Die Regierung von Trump hat mehrere Ideen vorgeschlagen, die darauf abzielen, die Kosten für Medikamente durch Medicare zu senken. Diese Bemühungen waren aber aufgrund des heftigen Widerstands der Pharmaunternehmen und der Mitglieder beider politischer Parteien im Kongress vorerst zum Stillstand gekommen. Nun aber gibt die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion auf die Bedrohung durch das Coronavirus der Industrie ein starkes Argument gegen den Preisdruck.

Weltweit könnte staatliche Soforthilfe direkt in die Gesundheitsversorgung fließen

Es wird wohl viele Schlagzeilen über die Ausgaben zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie geben, jedoch werden diese nicht zwingend dem gesamten Gesundheitssektor zugutekommen. Die Branchen innerhalb des Sektors haben unterschiedliche Triebkräfte und wirtschaftliche Empfindlichkeiten – die Aufschlüsselung zeigt das Tortendiagramm .

Viele Unternehmen werden von den Auswirkungen des Coronavirus negativ betroffen sein, wie z.B. durch den Ausfall von Routine-Operationen sowie Verzögerungen bei den klinischen und regulatorischen Zeitplänen und Forschungsausgaben. Die Unterbrechung der Lieferkette im Gesundheitswesen (es gibt bereits einen Mangel an Mustertests, Masken, Kitteln usw.) und die geringere Verfügbarkeit von Generika sind angesichts der starken Abhängigkeit von China bei der Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen ebenfalls problematisch.

Für Unternehmen der Gesundheitstechnologie könnte die Pandemie jedoch Wachstum generieren. Krankenhäuser und Vertriebspartner könnten von den steigenden Zulassungen und Verschiffung von Hilfsgütern profitieren.

Zwei Bereiche im Zusammenhang mit COVID-19 sind besonders interessant: Die Lieferung von COVID-19-Testsätzen und die Entwicklung von Impfstoffen für das Virus. Unternehmen, die in diesen Bereichen tätig sind, könnten den Gesundheitssektor vorantreiben, die überwiegende Mehrheit von ihnen ist im MSCI World Health Care Index notiert.

Ein defensiver Sektor

Das Gesundheitswesen ist angesichts der bereitgestellten Produkte und Dienstleistungen defensiv aufgestellt, was sich in einem relativ stabilen Einkommenswachstum niederschlägt. Der Sektor hat in diesem Jahr im Vergleich zum übrigen Markt relativ geringe Anpassungen der Gewinnprognosen erfahren. Diese Defensivität lässt sich auch durch das niedrige Beta der Aktienkurse verdeutlichen.

Der Sektor wird oft als sicheres Spiel mit hohen Renditen und relativ geringer Verschuldung/Eigenkapital angesehen. Die meisten Unternehmen scheinen über einen ausreichend robusten Cashflow zu verfügen, um die Dividenden weiterhin zu bedienen – was nicht in allen Sektoren der Fall sein wird.

Die aktuellen Flows bei Sektor-ETFs zeigen, dass europäischdomizilierten Health Care ETFs (die analysierten Fonds tracken europäische, US und weltweite Healtcare Indizes) die zweitstärksten im Vergleich mit allen Sektoren seit Beginn des Jahres waren.

Die von State Street Global Markets in der vergangenen Woche veröffentlichten Daten zeigten, dass institutionelle Anleger relative Nettokäufer von Gesundheitstiteln in Europa, den USA und auch weltweit waren, und dass sie im Durchschnitt aus stark untergewichteten Positionen stammten.

Quelle: ETFWorld.ch

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