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SC – August 2013 : Leicht höhere Aktienquote

16 PENNE

Die Kurskorrektur aufgrund der Ankündigung einer weniger aggressiven Geldpolitik in den USA war übertrieben. Die Versorgung mit Liquidität bleibt hoch, was von den Märkten nun wieder honoriert werden dürfte….

August 2013 – Swisscanto Investment Update


Dass die Zentralbanken die reichliche Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität wieder reduzieren müssen, war allen Marktteilnehmern schon immer klar. Dieser Prozess soll aber so schonend wie möglich erfolgen, weshalb auch in den nächsten Monaten noch genügend Liquidität ins System fliessen wird, um die Aktienmärkte bei Laune zu halten. Deren Reaktion auf die Signale der US-Zentralbank betreffend einer Änderung der Geldpolitik ist deshalb für uns zu stark ausgefallen. Die Märkte werden aber weiterhin sämtliche Äusserungen des Fed mit grösster Aufmerksamkeit registrieren und auch interpretieren. Wir befinden uns nach wie vor in einer Situation, in der gute Konjunkturzahlen nicht positiv aufgenommen werden, weil die Zentralbanken aufgrund der Erholung ihre aggressive Geldpolitik früher als erwartet zurückfahren könnten. Bisher ist das Wachstum vor allem der US-Wirtschaft nicht so stark, dass es die Notenbank bremsen müsste, während es in Europa nach einer langsamen wirtschaftlichen Erholung aussieht.

Mehr japanische Aktien
Da wir mit einer positiveren Grundstimmung an den Aktienmärkten im Vergleich zum Vormonat rechnen, erhöhen wir unsere Aktienquote leicht. Umgesetzt wird dies durch Zukäufe bei japanischen Aktien. Der Wahlsieg von Ministerpräsident Shinzo Abe ermöglicht es ihm, sein Wirtschaftsprogramm durchzuziehen und die Wirtschaft durch die Ausweitung der Geldmenge weiter anzukurbeln. Von diesem billigen Geld und vom schwachen Yen werden vorderhand die japanischen Unternehmen profitieren. Titel aus Japan werden innerhalb unserer Aktienstrategie nun leicht übergewichtet, europäische Aktien bleiben wegen ihrer günstigen Bewertung deutlich übergewichtet.

Aufwärtspotenzial beim US-Dollar
Wir bleiben bei unserer Meinung, dass sich zurzeit Risiken im Aktienbereich viel mehr lohnen als bei den Anleihen. Aus diesem Grund verfolgen wir bei Unternehmensanleihen eine konservative Strategie. Untergewichtet sind wir bei Rohstoffen, da die Lagerbestände der wichtigsten Rohstoffe Erdöl und Erdgas in den USA derzeit hoch sind und es nicht zu Engpässen kommen dürfte. In unserer Währungsstrategie sind wir für den US-Dollar zuversichtlich und kaufen deshalb die amerikanische Währung gegen den Euro. Dies ist gleichzeitig eine Absicherung gegen ein Wiederaufflackern der Eurokrise.

Quelle: ETFWorld – Swisscanto

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