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Raiffeisen Fonds – Global Invest

Die konjunkturellen Vorgaben hatten ein robustes Marktumfeld für das vierte Quartal geschaffen und dafür gesorgt, dass sich 2017 als Jahr mit historisch wenig Kursschwankungen auszeichnet, trotz diverser politischer Störfeuer……

Von Roland Kläger (Leiter Investment Office, Raiffeisen Schweiz)  (Photo) und Andreas Bentzen (Senior Portfoliomanager Global Invest, Vontobel)


Nach einem insgesamt äusserst positiven Jahresverlauf haben die Märkte das Schlussquartal von einer soliden Ausgangslage in Angriff genommen. Unterstützt wurden sie durch die konjunkturellen Vorgaben, welche ein robustes und über weite Teile global synchrones Wirtschaftswachstum anzeigen. Das hat eine Fortsetzung des steigenden Trends bei den Unternehmensgewinnen ermöglicht. Auch die Schweizer Wirtschaft konnte sich im auslaufenden Jahr ansatzweise – wenn auch mit zum Teil deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Sektoren – vom Frankenschock erholen. So dürfte die Schweizer Wirtschaft 2017 um rund 1% gewachsen sein. Für 2018 erwarten wir eine Beschleunigung auf knapp 2%, unterstützt durch den leicht schwächeren Franken und nach wie vor soliden globalen Wachstumsperspektiven.

Unterstützt durch diese konjunkturelle Aufhellung vermochten die Schweizer Aktien eine starke und in der langfristigen Sicht weit überdurchschnittliche Jahresperformance zu verzeichnen. Somit präsentieren sich sowohl der Schweizer als auch die amerikanischen, europäischen und japanischen Aktienmärkten in einer robusten Situation. Mit einer moderaten geldpolitischen Normalisierung in den kommenden Quartalen dürften die Schwankungen an den Aktienmärkten jedoch nach der an haltenden Ruhe wieder etwas zunehmen. Stärkere Korrekturen sollten allerdings durch die soliden Konjunkturdaten ausbleiben. Politische Störfeuer und Diskussionen um die teuren Marktbewertungen dürften 2018 erneut für Gesprächsstoff sorgen. Aber 2017 hat gezeigt, dass eine breit diversifizierte, strategische Ausrichtung des Portfolios auch bei schwierigen Marktvoraussetzungen erfolgsversprechend ist

Aktien: Umfeld bleibt freundlich, Japan legt zu Die Aktienmärkte genossen auch im vierten Quartal ein freundliches Umfeld. Die gute Verfassung der Wirtschaft und solide Unternehmenszahlen trieben die Kurse nach oben. Für gute Anlegerstimmung sorgten auch die Aussichten auf eine US­Steuerreform sowie die verlängerte Produktionskürzungsvereinbarung zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland. Von den Schweizer Titeln im Portfolio trugen die mittelgross kapitalisierten Clariant und Sika (beide Spezialitätenchemie) sowie Temenos (Bankensoftware­Entwickler) positiv zur Fondsperformance bei. Einen negativen Einfluss dagegen hatten Geberit (Industrie) und Dufry (Reisedetailhandel). Ausserhalb der Schweiz beeindruckte Japan mit einer Hausse, welche die globalen Aktienmärkte in den Schatten stellte. Förderlich waren günstige Bewertungen, solide Unternehmenszahlen und nach oben revidierte Gewinnschätzungen. Die Übergewichtung japanischer Aktien im Portfolio zahlte sich also aus. In den USA verzeichneten Technologiefirmen erfreuliche Kursavancen – unter ihnen Microsoft und Alphabet, die über Erwarten gute Zahlen veröffentlicht hatten. Europäische Aktien gaben hingegen nach, was sich negativ in der Fondsperformance niederschlug.

Grundsätzlich bleiben wir für die Anlageklasse der Aktien optimistisch. Denn die weltweite Konjunkturerholung und solide Unternehmensergebnisse dürften den Märkten weiterhin Auftrieb verleihen. Allerdings sind US­Aktien nun eher teuer und es bleiben Unsicherheiten wie die Spannungen mit Nordkorea oder die Wahlen 2018 in Italien. Somit ist aus unserer Sicht die Wahrscheinlichkeit einer Kurskorrektur gestiegen. Sollten die Kurse tatsächlich korrigieren, könnten sich neue Anlagechancen auftun. Die meistversprechenden Chancen würden wir allenfalls kurzfristig nutzen und dazu die liquiden Mittel des Fonds einsetzen, die derzeit im Portfolio übergewichtet sind.

Anleihen: Staatspapiere untergewichtet Im positiven Wirtschaftsumfeld dürften die Zinsen in nächster Zeit leicht steigen. Die Renditen vor allem von Schweizer An leihen sind eher unattraktiv. Daher halten wir an der Untergewichtung von Anleihen in Schweizerfranken im Portfolio fest. Anleihen aus Schwellenländern dagegen sind im Portfolio übergewichtet. Denn Schwellenländer haben ihre Leistungsbilanzdefizite verringert und bieten derzeit attraktive Renditen. Zudem sind ihre Währungen günstig bewertet. Deshalb bevorzugen wir Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen weiterhin.

Source:  AdvisorWorld

 

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