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Markteinblick – Devisen: Falsche Hoffnungen schaffen Gelegenheiten

Gemeinsames Produktionslimit unwahrscheinlich….

 
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Nach einem Rückgang um 20% innerhalb von zwei Monaten konnte sich der Ölpreis im August wieder deutlich erholen, wobei der Brent-Preis auf 50 USD je Barrel anstieg – ein Niveau, das zuletzt im Juni verzeichnet worden war (s. Abb. 1). Die Verteuerung ist vor allem spekulationsbedingt. So hoffen die Marktteilnehmer, dass die verantwortlichen Minister der OPEC- und Nicht-OPEC-Länder auf ihrer Sitzung im nächsten Monat eine koordinierte Reaktion zur Unterstützung des Ölmarktes vereinbaren werden. Die Rally kommt Währungen wichtiger Öl exportierender Länder zugute, darunter der CAD und die NOK, die in den letzten Wochen auf Mehr-Monatshochs aufgewertet haben. Auf der erwähnten Sitzung werden aber vermutlich die Fehler der OPEC-Meetings vom Jahresbeginn wiederholt werden, sodass damit gerechnet werden muss, dass die Ölpreise und -währungen ihre jüngsten Gewinne wieder abgeben.  

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– Das Treffen vom 22. bis. 26. September gewinnt zunehmend an Bedeutung, da wichtige Vertreter aus Saudi-Arabien und Russland Bereitschaft signalisiert haben, die Stabilität des Ölmarktes mit koordinierten Maßnahmen zu fördern. Das größte Hindernis auf dem Weg zu einer Einigung war bisher der Iran, der seine Produktion aggressiv aufgestockt hat, um nach der Aufhebung der Sanktionen im Januar verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Auch nächsten Monat dürfte der Iran einen Verhandlungserfolg erschweren, obwohl das Land kürzlich seine Teilnahme an der September-Sitzung bestätigt hat. Längerfristig sind zwar weitere Ölpreissteigerungen möglich. Auf kurze Sicht wird ein Scheitern der Gespräche jedoch als starker Katalysator für eine Abwärtskorrektur wirken.  

Zentralbanken dürften weiter abwarten 

– In Anbetracht der in den aktuellen Staatshaushalten vorgesehenen unterstützenden Fiskalmaßnahmen werden die Norges Bank und die Bank of Canada (BoC) auf ihren September-Sitzungen vermutlich von weiteren Lockerungsschritten absehen. Die Fiskalmaßnahmen zielen darauf ab, das Wachstum und die Beschäftigung in beiden Ländern zu fördern, während die Umstellung weg von ölbezogenen Aktivitäten weiter vorangetrieben wird. Daher werden die Ölpreise vorerst die Währungsbewegungen maßgeblich bestimmen.

Unterstützungsniveaus als Einstiegspunkte

– Eine etwaige Schwäche beim CAD oder bei der NOK wird sich höchstwahrscheinlich gegenüber dem EUR und dem USD manifestieren. Die Wechselkurse EUR/NOK und USD/NOK liegen nach wie vor sehr nahe an Mehr-Monats-Tiefs, und die CAD-Wechselkurse bewegen sich bei den gleitenden 100-Tage-Durchschnitten. Diese Niveaus könnten Unterstützungspunkte bilden, falls Öl seine jüngsten Gewinne wieder allmählich abgeben sollte. Die ölbezogenen Wechselkurse könnten dann wieder steigen, was einer Abwertung des CAD und der NOK gleichkommt. 

 

Quelle: ETFWorld.ch

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