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Lyxor ETF Money Monitor September 2021: ETFs stabil in volatilen Märkten

Lyxor ETF Money Monitor : Der September stellte für Anleger eine Herausforderung dar, denn sie wurden mit einer gestiegenen Marktvolatilität konfrontiert.

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Vincent Denoiseux, Leiter des Bereichs ETF Resarch and Solutions bei Lyxor Asset Management


Grund hierfür war die wachsende Sorge, dass der wirtschaftliche Aufschwung in einer Zeit anhaltenden Inflationsdrucks ins Stocken geraten könnte. Zudem verzeichnete der S&P 500 Index seinen stärksten monatlichen Rückgang im laufenden Jahr, wozu die höheren Staatsanleihen Renditen am Monatsende beigetragen haben.

ETF-Zuflüsse: Trotz der gestiegenen Marktvolatilität erwiesen sich ETFs mit einem soliden Netto-Mittelzufluss von 13,3 Mrd. Euro im September als widerstandsfähig.

Anleihen- und Aktien-ETFs sammelten 5,3 Mrd. und 7,7 Mrd. Euro ein.

ESG-ETFs sahen Nettozuflüsse in Höhe von 3,7 Mrd. Euro. Die Zuflüsse in ESG-ETFs seit Jahresbeginn machen fast die Hälfte der gesamten ETF-Zuflüsse aus.

Smart-Beta-ETFs verloren 0,9 Mrd. Euro, was auf weitere Umschichtungen bei Value- und gleichgewichteten Aktienanlagen zurückzuführen ist. Income-, Quality- und Momentum-Anlagen wurden hingegen verstärkt nachgefragt.

Anlageklassen im Überblick

Rentenfonds und -ETFs hatten zusammen 20,4 Mrd. Euro an Netto-Mittelzuflüssen, davon flossen 15,1 Mrd. Euro in Rentenfonds und 5,3 Mrd. Euro in ETFs.

Aktienfonds und -ETFs verzeichneten einen Nettomittelzufluss von 23,9 Mrd. Euro, davon entfielen 16,3 Mrd. Euro auf Fonds und 7,7 Mrd. Euro auf ETFs.

Langfristige Mittelzuflüsse

2021 ist bislang ein Spitzenjahr für Zuflüsse in ETFs – doch wie ist das Jahr 2021 im Vergleich mit den längerfristigen Trends der letzten zehn Jahre einzuordnen?

Bei in den USA domizilierten ETFs und Fonds standen den Zuflüssen in passive ETFs und Indexfonds erhebliche Abflüsse aus aktiven Fonds gegenüber.

In Europa ist die Marktstruktur, trotz der beeindruckenden Zuwächse passiver Anlagen in den letzten Jahren, insgesamt weniger fortgeschritten als in den USA. Passive Aktienanlagen liegen bei den Zuflüssen zwar in Führung, allerdings mit einem wesentlich geringeren Vorsprung (681 Mrd. € gegenüber 370 Mrd. € im Zehnjahresvergleich). Interessanterweise haben sich die Zuflüsse in aktive Aktienanlagen seit Juli 2020 beschleunigt.

Passiv holt bei Anleihen auf

Bei festverzinslichen Wertpapieren profitieren aktive Fonds weiter von starken Zuflüssen, aber die passiven holen schnell auf.

Passive Anlagen liegen auf dem US-Markt mit 1,45 Billionen Dollar, die in den letzten zehn Jahren gesammelt wurden, vorn. Diese Zuflüsse wurden bei aktiven Fonds kaum erreicht. Sie sammelten im gleichen Zeitraum über eine Billion Dollar ein.

In Europa sammelten aktive EU-domizilierte Anleihenfonds im gleichen Zeitraum starke 1,3 Billionen Euro ein. Das Wachstum der passiven Fonds war mit 434 Mrd. Euro Nettomittelzuflüssen ebenfalls konstant. Aktive Fonds sind zwar nach wie vor die traditionelle Anlageform an den Anleihemärkten, doch haben sich in den letzten Jahren immer mehr Anleger für ein passives Engagement bei Anleihen entschieden, was insbesondere auf das wachsende Angebot an ESG-Fixed-Income-Produkten zurückzuführen ist.

Quelle : ETFWorld.ch

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