ETFWorld.ch

Lyxor ETF Barometer – Trends auf dem europäischen Smart BETA ETF-Markt

Die Zuflüsse in europäische Smart Beta-ETFs beschleunigten sich im ersten Quartal 2017 auf 1,8 Milliarden Euro…..


Q1 2017 Zusammenfassung

Marlène Hassine – Head of ETF Research – Lyxor ETF


Das insgesamt in Smart Beta-ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2016 um 11 Prozent und erreichte damit bei einem positiven Markteinfluss (4,2%) ein Niveau von 31,8 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse in Smart Beta-ETFs erreichten bereits ein Viertel der Rekordzuflüsse in Höhe von sieben Milliarden Euro aus dem Jahr 2016. Die Mittelzuflüsse waren im ersten Quartal 2017 stabil und konzentrieren sich im Wesentlichen auf Income- und Value-Strategien, da viele Investoren rentierliche Anlagemöglichkeiten und alternative Renditequellen in einem Niedrigzinsumfeld mit positiven gesamtwirtschaftlichen Vorzeichen nachfragten. Dennoch verlangsamten sich diese Trends im März mit begrenzteren Zuflüssen in den Smart Beta- und dabei vor allem den Value-Bereich.

Bei risikobasierten ETFs verlangsamten sich die Rückflüsse im vierten Quartal auf 98 Millionen Euro, im Vergleich zu 1,5 Milliarden Euro im vierten Quartal 2016. Insbesondere bei Minimum Volatilitäts- und Minimum Varianz-ETFs verlangsamten sich die Rückflüsse auf 58 Millionen Euro, im Vergleich zu Rückflüssen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro im vierten Quartal 2016. Bei diesen ETFs begann die Trendwende bereits im August und beschleunigte sich im September mit Rückflüssen in Höhe von 602 Millionen Euro. Interessanterweise teilten sich diese Gesamtrückflüsse auf einerseits Rückflüsse aus US-amerikanischen Indizes (125 Millionen Euro) und andererseits Zuflüsse in europäische Indizes (111 Millionen Euro) auf. Diese Entwicklung ist in einem Kontext abnehmender politischer Unsicherheiten in den USA und Europa zu sehen. Die Zuflüsse auf fundamentalen Strategien basierende ETFs stiegen auf 454 Millionen Euro, im Vergleich zu einem Quartalsdurchschnitt im Jahr 2016 in Höhe von 551 Millionen Euro. Bei ETFs auf Income-Strategien kam es in einem Umfeld volatiler Zinsen zu Zuflüssen in Höhe von 407 Millionen Euro. Diese verteilten sich auf japanische ETFs und ETFs entwickelter Märkte (Zuflüsse in Höhe von 439 Millionen Euro), während es bei Globalen-ETFs zu Rückflüssen in Höhe von 253 Millionen Euro kam. Desweiteren waren die Zuflüsse in JPX-Nikkei 400 ETFs mit 265 Millionen Euro im ersten Quartal 2017 bemerkenswert.

Die Zuflüsse in Faktor Allokations-ETFs verzeichneten mit 1,5 Milliarden Euro den Großteil der gesamten Zuflüsse im ersten Quartal 2017 und verbuchten damit 81 Prozent der gesamten Zuflüsse in Smart Beta-ETFs in diesem Zeitraum. Die meisten Zuflüsse konnten dabei Value-ETFs erzielen, die von einem zunehmenden Wirtschaftsvertrauen profitierten. Diese Zuflüsse summierten sich auf 1,4 Milliarden Euro, dabei im Wesentlichen auf US-Indizes, gefolgt von Anlagen in europäische Indizes und solche entwickelter Märkte. Auf der anderen Seite verzeichneten Low Volatility- und MultifaktorETFs Rückflüsse in Höhe von 197 Millionen Euro. Der positive Trend für Value-ETFs verlangsamte sich im März 2017 mit Zuflüssen von nur noch 88 Millionen Euro, da sich einige Investoren gegen mögliche Enttäuschungen im US-Markt Bereich mit Anlagen in Wachstumsstrategien absichern.

Source: ETFWorld.ch

Ähnliche Artikel

Lyxor ETF Money Monitor Januar 2021: Ein stabiler Jahresauftakt

Redaktion

Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse Januar 2021

Redaktion

Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse – Dezember & Gesamtjahr 2020

Redaktion