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Deutsche AWM : Europe Monthly ETF Market Review – Oktober 2015

Weltweite ETP-Branche verzeichnet trotz volatiler Märkte im September hohe Nettomittelzuflüsse; ETFs auf europäische Aktienindizes werden weiter stark nachgefragt; Anleihe-ETFs mit leichten Zuflüssen; dagegen ziehen Anleger aus Japan, den Schwellenländern und Rohstoff-ETPs per Saldo im September Gelder ab…..

 

Daten zum Stand: 30.09.2015


Globaler ETP-Markt Zu-/Abflüsse:

Trotz eines volatilen Marktumfeldes verzeichnete die globale ETP-Industrie im vergangenen Monat hohe Zuflüsse. Nach Nettomittelzuflüssen in Höhe von knapp 21,2 Milliarden US-Dollar im August, waren es im September 34,4 Milliarden US-Dollar. Aktuell verwaltet die Branche 2,7 Billionen US-Dollar.

Einen weiteren starken Monat hatte der amerikanische ETP-Markt. Nach 1,5 Milliarden US-Dollar im August, stiegen die Nettomittelzuflüsse im September auf fast 20 Milliarden US-Dollar. Mit 10,9 Milliarden US-Dollar floss etwas mehr als die Hälfte davon in Aktien-ETFs. Deutliche Zuflüsse gab es erneut in ETFs auf europäische Aktienindizes, in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Damit summieren sich die Zuflüsse dort auf über 30,1 Milliarden US-Dollar seit Jahresbeginn. Den am US-Markt notierten Anleihe-ETFs flossen im September 9,6 Milliarden US-Dollar zu. Dagegen zogen Investoren aus Rohstoff-ETPs 0,4 Milliarden US-Dollar ab. Insgesamt summieren sich die Zuflüsse in US-ETPs damit seit Jahresbeginn auf 144 Milliarden Dollar.

Ebenfalls einen starken Monat hatte mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 12,3 Milliarden US-Dollar der asiatische ETP-Markt. Dort flossen per Saldo 7,5 Milliarden US-Dollar in Aktien-ETFs und knapp fünf Milliarden US-Dollar in Anleihe-ETFs .

Europäischer ETF-Markt Zu-/Abflüsse

Aktien:

Nach Nettomittelzuflüssen in Höhe von 9,7 Milliarden Euro im August, gingen die Zuflüsse im europäischen ETF-Markt im September per Saldo auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Insgesamt verwaltet die europäische ETF-Industrie aktuell 413 Milliarden Euro .

Der grösste Teil der ETF-Nettomittelzuflüsse entfiel mit 1,5 Milliarden Euro auf den Aktienmarkt. Im Vormonat betrugen die Zuflüsse allerdings noch 7,4 Milliarden Euro.

Der Schwerpunkt lag erneut bei ETFs auf die entwickelten Märkte, denen per Saldo 1,3 Milliarden Euro zuflossen. Favorit war dabei einmal mehr der europäische Aktienmarkt, wobei ETFs auf breite europäische Aktienindizes 1,6 Milliarden Euro im September zuflossen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse in diesem Segment damit auf 20 Milliarden Euro.

Dagegen zogen Anleger aus ETFs auf die Emerging Markets per Saldo über 0,2 Milliarden Euro ab. Ebenfalls auf der Verliererseite standen ETFs auf den japanischen Aktienmarkt, aus denen die Investoren im September 0,7 Milliarden Euro abzogen.

Auf Sektorenebene gab es deutliche Unterschiede im September. Während Anleger aus konsumnahen Bereichen oder Healthcare Gelder abzogen, waren ETFs auf die Finanz- und die Energiebranche gesucht. Beiden flossen per Saldo rund 0,2 Milliarden Euro zu.

Nettomittelzuflüsse in Höhe von fast 0,4 Milliarden Euro erhielten auch ETFs, die eine quantitative Strategie verfolgen. Value-ETFs erhielten Zuflüsse in Höhe von 0,14 Milliarden Euro.

Anleihen

Bei Anleihe-ETFs setzte sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Nach Nettozuflüssen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro im August, flossen diesen Produkten im September 0,7 Milliarden Euro zu.

Innerhalb des Anleihe-Segments entfielen die grössten Zuflüsse auf ETFs mit Schwerpunkt Investment-Grade-Anleihen. Diesen flossen im September 1,1 Milliarden Euro zu, während hochverzinste Titel den zweiten Monat in Folge Abflüsse in Höhe von 0,4 Milliarden Euro hinnehmen mussten. Seit Anfang 2015 zeigt sich damit eine klare Präferenz der ETF-Anleger für Investment Grade gegenüber High Yield. Während Investment-Grade-Titeln in 2015 bislang 17,5 Milliarden Euro zuflossen, waren es bei Hochzins-Papieren nur 3,3 Milliarden Euro.

Rohstoffe

Nach Nettomittelzuflüssen in Höhe von knapp 0,4 Milliarden Euro im August, kam es im September bei Rohstoff-ETPs zu Abflüssen in Höhe von 0,25 Milliarden Euro.

Die höchsten Abflüsse verzeichneten Gold-Produkte, wo Investoren per Saldo insgesamt 0,2 Milliarden Euro abzogen.

Beliebteste Indizes

Zu den beliebtesten Aktienindizes der Anleger zählten im September Indizes auf den breiten europäischen Markt, wie der EuroStoxx 50 und der STOXX 600. Dazu waren ETFs auf den Dax, den US-Energiesektor, den S&P 500 sowie den MSCI World gesucht.

Im Anleihebereich standen ETFs auf Staatsanleihen und hier insbesondere solche mit kürzeren Restlaufzeiten im Fokus der Investoren. Ausserdem zählte der db x-trackers II EONIA TR Index UCITS ETF zu den beliebtesten ETFs des vergangenen Monats.

Quelle: ETFWorld.ch

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