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Oktober: ETP Landscape Report des BlackRock Investment Institute

Die Highlights: Die globale ETP-Branche hat im September 28 Milliarden Dollar frisches Kapital eingesammelt, der Nettozufluss seit Anfang 2015 beläuft sich auf 230 Milliarden Dollar. Damit bleibt die Branche auf Kurs für ein weiteres Rekordjahr…..


Sven Württemberger, Head iShares deutschsprachige Schweiz


– Vor allem die Nachfrage nach Produkten auf US-Aktien hat das Neugeschäft im September getrieben. Entsprechende ETPs verbuchten einen Zufluss, der fünf Mal so hoch lag wie im August. Produkte auf japanische Aktien und US-Staatsanleihen erfreuten sich ebenfalls grosser Beliebtheit.

– In Europa hat das Momentum im September nachgelassen. ETPs mit Listings an europäischen Handelsplätzen sammelten zwei Milliarden Dollar ein – weniger als in jedem anderen Monat im laufenden Jahr. Der Grossteil der Zuflüsse kam Produkten auf den breiten europäischen Aktienmarkt zugute, wenngleich die Neuanlagen auf 1,7 Milliarden Dollar nach 4,6 Milliarden Dollar im August zurückgegangen sind. Dies beeinflusst das Gesamtjahresbild für ETPs auf europäische Aktien aber kaum: Der Zufluss seit Anfang 2015 beläuft sich auf 60 Milliarden Dollar. Seit 2008 hat die Branche von Januar bis September in keinem Kalenderjahr so viele Mittel hinzugewonnen.

Sven Württemberger, Head iShares deutschsprachige Schweiz, kommentiert:

„Das durch den FED-Entscheid unveränderte Zinsniveau hatte unmittelbare Auswirkungen auf passive ETF-Investements. Insbesondere Obligationen verzeichneten Zuflüsse – sowohl bei Schweizerischen Unternehmensanleihen als auch selektiv im globalen High Yield Bereich, gestützt durch vermehrt positivere Einschätzungen unter Schweizer Vermögensverwaltern. Bei Staatsobligationen gingen die Meinungen auseinander – einige institutioneller Anleger, nutzten die Gelegenheit um risikoreduziert zu investieren, dennoch überwiegten die Verkäufe. Europäische Aktienmärkte bewiesen auch weiterhin einen nachhaltigen Trend, der sich punktuell auch auf die Schwellenländer ausweitete, die nach längerer Verkaufsphase im September erstmalig wieder gefragt waren.“

Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock, kommentiert:

„Ein Vergleich der Mittelzuflüsse am globalen und europäischen ETP-Markt im September zeigt: Global blieb das Momentum intakt, während europäische Investoren an der Seitenlinie verharrten. Unserer Ansicht nach liegt der Grund für dieses Auseinanderklaffen in der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen auf ihrem Treffen im September noch nicht anzuheben. Im Zuge dessen waren US-Investoren vor allem an ihrem Heimatmarkt aktiv. In Europa fehlt dieser Effekt, da die Europäische Zentralbank sich in einem ganz anderen Stadium befindet.“

„Die Abflüsse aus Schwellenländerprodukten haben im vergangenen Monat offenbar nachgelassen. Zudem haben wir ein verstärktes Interesse an Schwellenländer-ETPs mit Minimum-Volatility-Strategien beobachtet. Dies könnte ein frühes Anzeichen dafür sein, dass Anleger sich dort wieder stärker engagieren wollen und gleichzeitig Absicherung nach unten wünschen. Mit Blick auf das gesamte dritte Quartal bleiben die Abflüsse aus Schwellenländerprodukten signifikant. Es könnte also zu früh sein, eine Bodenbildung für Schwellenländermärkte auszurufen, aber gleichzeitig sind die Emerging Markets einen Blick wert. Nach den Zahlen zum US-Arbeitsmarkt am Freitag, dem 2. Oktober, haben wir bei Investoren ein Verhalten nach dem Motto ‚Die Daten sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind‘ beobachtet. Dies lässt darauf schliessen, dass die Erwartungen auf höhere Zinsen durch die Fed verschoben werden, und könnte aus taktischer Sicht ein positives Umfeld für Schwellenländer schaffen.“

Quelle: ETFWorld.ch

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