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ETF Securities – Wöchentlicher Rohstoffüberblick: EU – Referendum bestimmt die ETP – Kapitalströme

– In der letzten Woche kauften sich die Anleger weiter in sichere Werte ein. Die Zuflüsse in Edelmetalle betrugen insgesamt 111 Mio. USD….

 
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– Long-Rohöl verzeichnete zum ersten Mal nach neun Wochen wieder Zuflüsse.

– Die Unsicherheit der Anleger sorgt für Zuflüsse sowohl in Long- als auch in Short-GBP-ETPs.


In der letzten Woche kauften sich die Anleger weiter in sichere Werte ein. Die Zuflüsse in Edelmetalle betrugen insgesamt 111 Mio. USD. Seit Jahresanfang belaufen sich die Zuflüsse in Edelmetalle auf insgesamt 2,5 Mrd. USD, was den Rekordzuflüssen in Höhe von 2,8 Mrd. USD in den sechs Monaten bis Oktober 2012 nahekommt, als der Goldpreis (A0N62G) getrieben von Bedenken über die quantitative Lockerung und die Griechenland-Krise bei fast 1900 USD stand. „Diesmal sorgen sich die Anleger über das Risiko des britischen Referendums und die mögliche, die Weltwirtschaft destabilisierende Abkehr Großbritanniens von der EU, die USPräsidentschaftswahlen und die übermäßig expandierende Geldpolitik der Fed, die den Goldpreis stützt“, meint Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions. Allgemein verzeichnen wir Zuflüsse in die Edelmetalle Gold (A0LP78), Silber (A0N62F), Platin (A0N62D) und Palladium (A0N62E) in Höhe von 73 Mio. USD, 17 Mio. USD, 15 Mio. USD beziehungsweise 1 Mio. USD. Zugleich verkaufen einige Anleger ihre Short-Positionen in Silber. Die Neigung zu Anlagen in sicheren Werten führte auch zu Abflüssen aus Industriemetall-ETPs.

Obwohl die Geldströme bei Palladium relativ gering waren, hat es nun den Anschein, dass der Trend nach einem von Abflüssen beherrschten Jahr die Talsohle durchschritten hat. „Dies deckt sich mit unserem Research, dem zufolge Palladium seit vier Jahren ein Angebotsdefizit aufweist, deutlich unter seinen Grenzkosten gehandelt wird und ein wichtiger Nutznießer der EU6-Abgasrichtlinie ist“, so Hein.

Long-Rohöl verzeichnete zum ersten Mal nach neun Wochen wieder Zuflüsse. In diesen neun Wochen wurden im Energie-Sektor (A0KRKD) abgesehen von Heizöl Long-Positionen verkauft und Short-Positionen gekauft. Da die ShortPositionen im Vergleich viel kleiner sind, erkennen wir darin eher Gewinnmitnahmen und Risikoaversion statt einen strukturellen Pessimismus. „Wir sehen den fairen Wert von Brent (A1N49P) zum Jahresende bei 55 USD/Barrel.“, meint Hein. Dies entspricht dem 75. Perzentil der Kostenkurve der Rohölproduktion, wo es immer wieder zu Angebots- und Nachfragereaktionen kommt. „Ferner gehen wir davon aus, dass die iranische Produktion ein Sechs- bis Neunmonatshoch erreicht hat, weil sich die internationalen Ölgesellschaften mit Investitionen zurückhalten“, so Hein.

Bei Währungen gab es die größten Veränderungen bei GBP-ETPs. Die Short-Position in GBP kletterte von 58 Mio. USD am Jahresanfang auf das heutige Hoch von 117 Mio. USD. Dies folgt dem Muster des schottischen Referendums, bei dem in der Spitze Mittel in Höhe von 124 Mio. USD flossen. Nach dem jüngsten Ausverkauf des Pfund Sterling gegenüber einer Reihe von Währungen begannen interessanterweise einige Anleger, Long-Positionen in GBP zu kaufen, wobei die Zuflüsse in Long-GBP-ETPs den Zuflüssen in Short-GBP-ETPs in der letzten Woche beinahe gleichkamen.

Wichtige Ereignisse in der nächsten Woche. Die Anleger werden das britische EU-Referendum am Donnerstag genau beobachten. Der Wahlausgang wird die unmittelbar Stimmung und damit die Marktbewegungen diktieren. Die Meinungsumfragen sehen die EU-Befürworter leicht im Vorteil, aber der Optimismus der Anleger, der derzeit die Kurse zyklischer Aktien treibt, wird sich schnell in Luft auflösen, wenn ein Austritt aus der EU wahrscheinlicher wird.

Quelle: ETFWorld.ch

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