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ETF Securities – Wöchentlicher Rohstoffüberblick: Dem Offenmarktausschuss gelang es mit seinem leicht bullischen Statement nicht, die Lust der Anleger auf Gold einzudämmen

Die Zuflüsse in Gold lassen vermuten, dass sich Anleger weiter gegen die vor uns liegenden Unsicherheiten absichern…..

 
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– Globale Aktien-ETPs lockten 33 Mio. USD an. Dominiert wurden die Zuflüsse von den thematischen Robotik-ETPs.

– Die Lockerungsmaßnahmen der Bank of Japan blieben hinter den Erwartungen zurück, was den Long-Positionen in japanischen Yen Auftrieb verlieh.


Gold zog in dieser Woche Zuflüsse in Höhe von 277,6 Mio. USD an. Dies lässt vermuten, dass es dem Offenmarktausschuss mit seinem leicht zinsbullischen Statement nicht gelang, die Unsicherheit aus dem Weg zu räumen. Die Fed ließ die Zinsen auf ihrer Juli-Sitzung unverändert, merkte aber an, dass die kurzfristigen Risiken für die US-Konjunktur nach der Erholung der USNeueinstellungen im Juni „schwinden“. Blickt man auf die Fed Funds Rate, so erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September moderat auf 28 %. Gold legte in der letzten Woche geringfügig um 2,16 % auf rund 1.351 USD pro Unze zu. Platin verzeichnete den stärksten Preisanstieg in der zweiten Woche hintereinander und verbesserte sich um 6,15 % auf 1.148 USD pro Unze. 

Die Zuflüsse in Rohöl-ETPs stiegen um 35,3 Mio. USD, obwohl Rohöl der Sorte Brent erneut in einen Bärenmarkt abglitt. Bei Long-Öl-ETPs waren die Zuflüsse mit 40 Mio. USD so hoch wie seit Februar nicht mehr. Die Anleger betrachten die Schwäche von Brent offenbar als Kaufgelegenheit. Immerhin ist die Nordseesorte seit dem Zwischenhoch bei 52,86 USD/Barrel im Juni um über 20 % auf 42 USD/Barrel zurückgefallen. Gründe für den Preisrutsch sind der Rückgang der Produktionsausfälle, der Angebotsüberhang bei Raffinerieprodukten und die zunehmende Zahl der US-Bohranlagen.

Weizen-ETPs verzeichneten steigende Zuflüsse, und zwar in der siebten Woche in Folge. Der Internationale Getreiderat korrigierte seine Schätzung der globalen Weizenproduktion für das Erntejahr 2016-17 um 7 Mio. Tonnen aufwärts. Das höhere Angebot führte in Verbindung mit einer Aufwärtskorrektur der Anfangsbestände innerhalb einer einzigen Woche zu einem Rückgang der Weizenpreise um 1,8 %.

Die Zuflüsse in globale Aktien nahmen angeführt von den thematischen Robotik-ETPs um 33 Mio. USD zu. Zugleich wurden die Long-Positionen in europäischen Aktien-ETPs moderat reduziert, da sich die regionalen Makroindikatoren abschwächten. Insbesondere bei EU-Aktien-ETPs kam es in der letzten Woche zu Abflüssen, und zwar in Höhe von 3 Mio. USD, nachdem Mitte Juli in der Spitze 10,3 Mio. USD zugeflossen waren.

Die Engagements in japanischen Yen wurden um 18,2 Mio. USD angehoben. Die japanische Notenbank vergrößerte das jährliche Ankaufvolumen von Aktien-ETPs um 2,7 Bio. JPY auf 6 Bio. JPY. Die übrigen geldpolitischen Instrumente blieben unverändert. Da dies nach Meinung der Anleger nicht ausreicht, um den Inflationsausblick wesentlich zu verbessern, legte der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar um 2,85 % auf 102,30 zu (Schlusskurs).

Wichtige Ereignisse in der nächsten Woche. Die Sitzung der Bank of England findet am Donnerstag statt. Die Einkaufsmanagerindizes für Juli signalisieren für Großbritannien eine Rezession. Die Anleger rechnen daher mit einer Senkung des Basiszinssatzes von 0,5 % um 25 Basispunkte auf 0,25 %, um die britische Wirtschaft auf dem Weg aus der EU zu unterstützen. In den USA werden die ISM-Indizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe und der Arbeitsmarktbericht im Zentrum der Aufmerksamkeit des Markts stehen. Ein solider Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft würde nach der Zunahme um 287.000 Stellen im Juni die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September erhöhen.

 

Quelle: ETFWorld.ch

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