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ETF Securities – Wöchentlicher Rohstoffüberblick: Aufgrund der Unsicherheit ist Gold wieder als sicherer Hafen gefragt

Gold wird wieder gekauft, da Anleger vor der kommenden Unsicherheit Schutz suchen….

 
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– Die gemischten Halbjahresergebnisse hoben die Stimmung und sorgten für Zuflüsse in USNebenwerte-ETPs.

– Anleger kürzten wie schon in der Vorwoche ihre Short-GBP- und Long-USD-Engagements.


In der letzten Woche stand die Sitzung der Europäischen Zentralbank auf dem Programm, die auf den Brexit ähnlich wie die Bank of England antwortete. Präsident Draghi beschloss, nicht an der Zinsschraube zu drehen, und vermied darüber hinaus jede klare Aussage über die Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen. Er warnte vielmehr davor, dass Problemkredite (NPLs) die Erholung der europäischen Banken bedrohen könnten, und spielte die Risiken des Brexit herunter. Am Freitag sorgte dann der britische Einkaufsmanagerindex, der mit seinem Rückgang unter die Marke von 50 den schärfsten konjunkturellen Einbruch seit 2009 anzeigt, für ein neuerliches Aufflackern der Konjunkturängste.

Angesichts der herrschenden Unsicherheit steht Gold wieder in der Gunst der Anleger. In der vergangenen Woche sank der Goldpreis allerdings zunächst um 1,1 %, da die Stärke des US-Dollar und die Risikobereitschaft US-Aktien zu einem Rekordhoch verhalfen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die Fed im September stieg aufgrund des verbesserten Ausblicks der US-Wirtschaft auf 24 %, was den Goldpreis ebenfalls tendenziell belastete, da er mit zinstragenden Werten konkurriert.

Andererseits sprechen die zunehmenden geopolitischen Risiken, etwa der gescheiterte Putschversuch in der Türkei und der Terroranschlag in Nizza, nach wie vor für Goldanlagen. So explodierten die Zuflüsse in Gold-ETPs in der letzten Woche gegen den Trend der Vorwoche auf 123 Mio. USD, da die Anleger den Rücksetzer kauften, um sich gegen die kommende Unsicherheit abzusichern. Silber-ETPs verzeichneten indessen aufgrund des Preisrückgangs um 2,2 % Abflüsse in Höhe von 10,4 Mio. USD. Da die spekulative Netto-Positionierung von Silber ein neues Rekordhoch erreichte und die Gold-Silber-Ratio deutlich geschrumpft ist, deutet sich eine Preiskorrektur an.  
Die Zuflüsse in Rohöl-ETPs nahmen in der dritten Woche in Folge zu. Da das Überangebot bei Ölprodukten an der künftigen Rohölnachfrage zweifeln lässt, gerieten die Preise der Sorten WTI und Brent stark unter Druck. Sie fielen in der letzten Woche um 3,8 % beziehungsweise 4 %, sodass Schnäppchenjäger auf den Plan traten und 6,1 Mio. USD in Rohöl-ETPs lenkten. 

Im Devisenbereich kürzten Anleger ihre Short-GBP- und Long-USDPositionen um 9 Mio. USD beziehungsweise um 7,8 Mio. USD. 

ETPs der US-Nebenwerte verzeichneten mit 5,7 Mio. USD zum ersten Mal seit 6 Wochen wieder Zuflüsse. Insgesamt positive Unternehmensgewinne für das zweite Quartal hoben in den USA die Stimmung und ließen US-Aktien auf Rekordhoch klettern. 

Auch Weizen-ETPs verzeichneten steigende Zuflüsse, und zwar in der sechsten Woche in Folge. Schnäppchenjäger kaufen weiterhin Weizen-ETPs, da sich die Preise in der Nähe ihrer 10-Jahre-Tiefs bewegen. Schätzungen zufolge schwollen die Lagerbestände jedoch in den letzten drei Monaten um 6 % auf ein Allzeithoch an, was ein weiteres Verlustpotenzial bei Weizen signalisiert. 

Wichtige Ereignisse in der nächsten Woche. Alle Augen richten sich nun auf die am Dienstag beginnende Sitzung der Federal Reserve, da die Anleger Hinweise für die wahrscheinliche Zinsentwicklung suchen. Am Freitag werden in den USA die BIPDaten für das zweite Quartal veröffentlicht. Nachdem Kuroda, der Gouverneur der Bank of Japan, in der letzten Woche den Abwurf von „Helikoptergeld“ ausgeschlossen hatte, erwarten die Anleger am kommenden Freitag von der Notzenbanksitzung weiteren Aufschluss über das Hilfspaket.

Quelle: ETFWorld.ch

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