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ETF Securities – Wöchentlicher Markt- und Flowbericht Zuflüsse in Industriemetall-ETPs setzen sich fort

Industriemetall-ETPs verzeichneten die ersten Zuflüsse seit vier Wochen…..

 

Bei Robotik-ETPs kam es zu den höchsten Zuflüssen seit März 2017.

Aus Rohöl-ETPs flossen erneut Gelder ab, da die Gewinne vom Wochenanfang nicht von Dauer waren.

Industriemetall-ETPs verzeichneten die ersten Zuflüsse seit vier Wochen. Als die Positionierung bei Industriemetallen im August überzogen wirkte, kam es zu ersten Abflüssen, und als die Preise fielen, dauerten sie an. Nun war in der vergangenen Woche bei den meisten Metallen erstmals zu erkennen, dass die Preise die Talsohle erreicht hatten, und so setzten die Zuflüsse wieder ein. Dass auf dem Terminmarkt die spekulativen Positionierungen zurückgegangen und in Shanghai die Handelsvolumina gefallen sind, spricht dafür, dass die Momentum-Händler den Markt verlassen haben. In Long-Kupfer-ETPs flossen 5,0 Mio. USD und in Long-Nickel-ETPs (A0KRJ4) 4,4 Mio. USD. Nickel wird wahrscheinlich von der steigenden Nachfrage nach Akkus profitieren. China kündigte ausserdem in der letzten Woche an, dass 2019 10 Prozent der hergestellten Fahrzeuge emissionsarm oder emissionsfrei sein müssen, ein Wert, der 2020 auf 12 Prozent steigt. „Da die Akkus der Zukunft voraussichtlich mehr Nickel enthalten, dürfte die regulatorisch angefachte Nachfrage dem Nickelpreis zugutekommen“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities.

Bei Robotik-ETPs  kam es zu den höchsten Zuflüssen seit März 2017, und zwar betrugen sie 29,1 Mio. USD. Die letztjährige Rendite von 35 Prozent hat auf die Anleger durchaus Eindruck gemacht. „Während Technologieaktien ihre Gewinne im September zum Teil wieder abgaben, konnten sich Robotik-Aktien dem Trend widersetzen und weitere 4 Prozent zulegen“, so Hein.

Bei Rohöl-ETPs  erreichten die Abflüsse ein Siebenwochenhoch. Die Rohölpreise erhielten zu Anfang der Woche einen Schub, da die Kurden in den Autonomiegebieten des Nordirak ein Referendum über ihre Unabhängigkeit abhielten. Entsprechend wurden Gewinne mitgenommen und aus Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) 53,1 Mio. USD abgezogen. Es besteht die Gefahr, dass die ölreiche Gegend, die zur irakischen Förderleistung von 4,5 Mio. Barrel pro Tag über eine halbe Million Barrel pro Tag beisteuert, von den internationalen Märkten abgeschnitten wird, da die irakische Regierung den Verkauf des von dort stammenden Rohöls verboten hat. Diese Drohung blieb zunächst weitgehend unbeachtet, bis die Türkei behauptete, sie werde die Pipeline schließen, die das Rohöl aus dieser Region transportiert. Innerhalb eines Tages kletterte Rohöl der Sorte Brent (A1N49P) um fast 4 Prozent, sodass es am Montag ein Zweijahreshoch erreichte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Türkei mit ihrer Drohung ernst macht, ist gleichwohl gering, da sie von den nordirakischen Quellen abhängig ist und sich in so kurzer Zeit kein Ersatz finden lässt. „Die kurdische Regionalregierung vertritt den Standpunkt, dass sie mit dem Referendum den Dialog mit der irakischen Regierung aufnimmt, anstatt dass sie einseitig die Unabhängigkeit erklärt. Trotz der Wortgefechte und der Manöver ist es sehr wahrscheinlich, dass die  Förderung ohne Unterbrechung weiterläuft“, so Hein.

Aus Gold-ETPs  flossen 13,4 Mio. USD ab, nachdem es in den zwei Wochen zuvor zu Zuflüssen gekommen war. Nachdem das nordkoreanischamerikanische Säbelrasseln die Anleger zwischenzeitlich abgelenkt hat und geopolitische Fragen im Zentrum des Interesses standen, widmen sich sie sich nun offenbar wieder der Geldpolitik. Die US-Notenbankvorsitzende Yellen hob in ihrer Rede in der letzten Woche hervor, dass mit einer zu langsamen Straffung Risiken verbunden seien. „Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg nach 2,25 Prozent in der Vorwoche auf 2,31 Prozent, während der US-Dollar-Index um 0,8 Prozent zulegte. Zugleich fiel Gold zwischen Dienstag und Freitag von 1310 USD/oz. auf 1287,91 USD/oz. Mit dem Rückgang der Goldpreise stießen die Anleger ihre Bestände ab“, schließt Hein.

Quelle: ETFWorld

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