ETFWorld.ch
Image default

ETF Securities – Wöchentlicher Markt- und Flowbericht Nachzügler Platin von Schnäppchenjägern gesucht, Aufholjagd

Platin-ETPs verzeichneten mit 43,2 Mio. USD die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit 18 Monaten….

Die Zuflüsse in Gold-ETP setzten sich in Höhe von 42,8 Mio. USD fort, da sich Anleger weiterhin defensiv positionieren.

Aus Rohöl-ETPs flossen in 14 der letzten 15 Wochen Gelder ab, insgesamt 459 Mio. USD. 

Bei Kupfer-ETPs kam es mit 6,1 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen seit acht Wochen. 

Platin-ETPs verzeichneten mit 43,2 Mio. USD die stärksten wöchentlichen Zuflüsse seit 18 Monaten. Platin ist mit Zugewinnen von gerade einmal 0,7 Prozent der Nachzügler des Edelmetallsektors, vor allem im Vergleich zu Palladium, das in diesem Jahr um 43,2 Prozent in die Höhe schoss. Schnäppchenjäger rechnen nun mit einer Wende und sorgten in drei der letzten vier Wochen für Zuflüsse. „Bei Palladium-ETPs  werden indessen in der dritten Woche in Folge Gewinne mitgenommen, sodass sich die Abflüsse inzwischen auf 9,6 Mio. USD belaufen. Palladium-ETPs sind im Edelmetallsektor die einzigen ETPs, aus denen in diesem Jahr Gelder abgeflossen sind“, so Jan Hendrik-Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Die Zuflüsse in Gold-ETP setzten sich in der vergangenen Woche in Höhe von 42,8 Mio. USD fort, da sich Anleger weiterhin defensiv posititionieren. Da die globalen Aktienbewertungen unverändert hoch sind und der „Anleihemarktballon“ gespannt ist, ziehen umsichtige Anleger zur Diversifizierung ihres Portfolios Gold in Betracht. Die im Dezember drohende Zinsanhebung in den USA und die mögliche straffere Geldpolitik in Grossbritannien dürften allerdings in den kommenden Monaten Druck auf den Goldpreis ausüben. Mit Blick in die Zukunft erwarten wir, dass sich an der Entwicklung der Leitzinsen 2018 nichts ändern wird, obgleich das Ausscheiden der Fed-Vorsitzenden Yellen Berichten zufolge beschlossene Sache ist und sich das Rennen um ihre Nachfolge auf Jerome Powell und John Taylor konzentriert.  Der Markt unterschätzt die Fed immer noch. In den Kursen ist für 2018 eine Zinsanhebung weniger berücksichtigt als im Dotplot-Streudiagramm, das mindestens drei Zinsanhebungen für das nächste Jahr andeutet. „Infolgedessen ist es wahrscheinlich, dass die steigenden Zinsen und der stärkere US-Dollar ein moderates Abwärtsrisiko für den Goldpreis darstellen“, so Hein. 

Aus Rohöl-ETPs flossen in 14 der vergangenen 15 Wochen Gelder ab, insgesamt 459 Mio. USD. Rohöl notiert am oberen Rand der erwarteten Handelsspanne von 45-60 USD/Barrel, da die Bemerkungen der saudischen Vertreter weitere Förderkürzungen der OPEC nahelegen. Gleichzeitig deuten die Abflüsse aus Rohöl-ETPs an, dass die Anleger den jüngsten Anstieg nicht für nachhaltig halten. So erreichte Rohöl der Sorte Brent (A1N49P) in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Juli 2015, obwohl die Förderung in den USA Berichten zufolge zunimmt und die Lagerbestände sich deutlich über den längerfristigen Durchschnitten bewegen. „Die Differenz zwischen den Sorten Brent (A1N49P) und WTI (A0KRJX) befindet sich auf dem zweithöchsten Stand seit über zwei Jahren. Nur Ende September 2017 war sie grösser. Aufgrund der in den USA zunehmenden Produktion dürften die Exporte hoch und der Weltmarkt gut versorgt bleiben“, sagt Hein.

Bei Kupfer-ETPs kam es mit 6,1 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen seit acht Wochen. Kupfer war im vergangenen Jahr der Gewinner des Industriemetallsektors, und nach Ansicht der Anleger dürfte dies so bleiben. „Wir rechnen mit einer anhaltenden Verbesserung der fundamentalen Situation. Der Angebotsabbau, das mehrjährige Angebotsdefizit und die zunehmende chinesische Nachfrage dürften die Preise im Industriemetallsektor stützen“, schliesst Hein.

 Quelle: ETFWorld

Articoli Simili

WisdomTree: Der Backstop: Ein 500 km langer Disput

1admin

Kommentar WisdomTree: „Bank of England senkt Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft“

1admin

WisdomTree: Vier defensiv ausgerichtete Strategien für 2019

1admin