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ETF Securities – Wöchentlicher Markt- und Flowbericht Anleger kaufen Gold, da „Feuer und Zorn“ auf die Märkte regnen

Da sich die geopolitische Lage entspannte, verringerten die Anleger ihre Goldbestände….

– Wegen geopolitischer Spannungen verbuchte Gold zum dritten Mal in Folge Zuflüsse.

– Die Zuflüsse in Long-USD-ETPs erreichten mit 27,4 Mio. USD den höchsten Stand seit 18 Monaten.

– Aus Rohöl-ETPs flossen zum vierten Mal in Folge Gelder ab, da das neue Marktgleichgewicht in Frage gestellt wird.

– Die Gruppe der Platinmetalle verzeichnete Abflüsse, da sich Palladium von der fundamentalen Situation abgekoppelt hat.

Im Zuge der geopolitischen Spannungen verbuchte Gold (A0LP78) als sicherer Hafen in der dritten Woche in Folge Zuflüsse. Die jüngsten Feuerund-Zorn-Drohungen Trumps im schwelenden Konflikt mit der Atommacht Nordkorea hauchten Gold neues Leben ein. Anleger kauften zur Absicherung ihrer Portfolios Gold, sodass dessen Preis um über 2 Prozent stieg. „Angesichts des Anstiegs des VIX, der Eskalation des geopolitischen Risikos und des damit verbundenen Rückgangs der globalen Aktienmärkte ist die Rotation in defensivere Anlagen durchaus gerechtfertigt“, kommentiert Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Die Zuflüsse in Long-USD-ETPs erreichten mit 27,4 Mio. USD den höchsten Stand seit achtzehn Monaten. Die Anleger scheinen sagen zu wollen, dass die Gründe für eine straffere Geldpolitik in den USA stichhaltiger sind als in anderen Industrieländern. In Großbritannien etwa grassiert die Brexit-Angst, während in Japan und der Eurozone der Inflationsdruck fast nicht spürbar ist. Zugleich ist die Positionierung bei USD-Kontrakten so niedrig wie vor drei Jahren im Mai 2014. „Die Zuflüsse in die USD-ETPs verteilten sich im Großen und Ganzen gleichmäßig auf Pfund Sterling, Yen und Renminbi“, ergänzt Hein.

Aus Rohöl-ETPs (A1N49P) flossen zum vierten Mal hintereinander Gelder ab, da die Förderkürzungen der OPEC in Frage gestellt werden. So kam es bei Long-Rohöl-ETPs mit 64,6 Mio. USD in der vierten Woche in Folge zu Abflüssen, nachdem sich die Rohölpreise in der letzten Woche um fast 7 Prozent erholt hatten. Rohöl hat sicherlich seinen Glanz verloren – trotz des erheblichen Rückgangs der Lagerbestände in den USA und der wiederholten Beteuerungen der Internationalen Energiebehörde, dass sich die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte erholen und der globale Rohölmarkt ins Gleichgewicht kommen werde. Da sich aber das saisonbedingte Nachfrageplateau dem Ende zuneigt und das OPEC-Treffen in Abu Dhabi ohne Ergebnis bleiben wird, da es Prognosen zufolge nur eine Gelegenheit ist, die wenig vertragstreuen Mitglieder zu rügen, meinen die Anleger ein kurzfristiges Ölpreishoch zu sehen. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass Rohöl die Spanne von 40-55 USD/Barrel nicht verlassen wird“, so Hein.

Die Gruppe der Platinmetalle (A0N62D) lief gegen den Edelmetalltrend und verzeichnete Abflüsse von insgesamt 12,4 Mio. USD. Die „alternativen“ Edelmetalle werden in der Industrie benötigt und deshalb kaum als sichere Anlagen wahrgenommen. Nach starken Gewinnen, vor allem bei Palladium (A0N62E), nahmen die Anleger erste Gewinne mit. „Nach dem fünfwöchigen 33-prozentigen Anstieg kam es hier zu Abflüssen, da sich Palladium von der fundamentalen Lage abgekoppelt haben dürfte. Auf dem Terminmarkt befindet sich die Positionierung allerdings weiterhin nahe der Mehrjahreshochs“, schließt Hein.

 

Quelle: ETFWorld

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