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Dezember 2015: Global ETP Landscape des BlackRock Investment Institute

Die Highlights: Die globale ETP-Branche hat im November 28,2 Milliarden Dollar frisches Kapital eingesammelt. Die Nettozuflüsse seit Anfang 2015 belaufen sich auf 302,4 Milliarden Dollar. Damit bleibt das Rekordhoch des Jahres 2014 von 345,4 Milliarden Dollar weiter in Reichweite..


Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock


ETPs auf US-Aktien erlebten ihren besten Monat in diesem Jahr und sammelten 21,4 Milliarden Dollar ein. Schwellenländer verzeichneten dagegen Abflüsse von 2,5 Milliarden Dollar, am stärksten betroffen war China mit einem Minus von 2,0 Milliarden Dollar.

Nach einem starken Oktober mussten die ETPs auf festverzinsliche Anlagen Netto-Abflüsse von 129 Millionen Dollar hinnehmen, mit einem Abfluss von 4,5 Milliarden Dollar aus US-Anleihen aufgrund der möglichen Zinsanhebung im Dezember.

Europäische ETPs behielten ihren Schwung im November bei und verzeichneten 3,2 Milliarden Dollar Netto-Zuflüsse. Damit erlebten europäische ETPs mit einem Zuwachs von 73,2 Milliarden Dollar das bisher beste Jahr.

Der Zufluss in ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere verlangsamte sich auf 64,2 Millionen Dollar. Fonds auf Unternehmensanleihen zogen 1,9 Milliarden Dollar an, Geldmarktfonds verloren dagegen 0,5 Milliarden Dollar und Staatsanleihefonds 1,3 Milliarden Dollar. Innerhalb der Unternehmensanleihen zogen ETPs auf Anleihen mit Investment-Grade und hochverzinsliche Wertpapiere das Interesse der Anleger auf sich und sammelten 0,9 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,0 Milliarden Dollar Kapital ein.

Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock, kommentiert:

„Die globalen Zuflüsse in ETPs bleiben 2015 auf Rekordkurs. Im November wurden sie angetrieben – wieder einmal – von unterschiedlichen Haltungen der Notenbanken. Im Verlauf des Monats sah es zunehmend nach einer Leitzinsanhebung der US-Notenbank auf ihrer Sitzung im Dezember aus. Von der Europäischen Zentralbank erwarteten die Märkte dagegen, sie werde ihr Programm zur Stimulierung der Märkte erweitern. Das Ergebnis waren starke Zuflüsse in den USA und in entwickelte Aktien-Fonds. US-Staatsanleihen waren dagegen wenig gefragt. Nach einer Erholung im Oktober belastete die Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung in China im vergangenen Monat wieder die Aktien in Schwellenländern, die ebenso wenig von der Aussicht auf eine Zinsanhebungen in den USA profitieren. Im November konnte eine zunehmende Nachfrage nach Rohstoff-Fonds im Energiesektor beobachtet werden. Spekulationen über mögliche Produktionssenkungen grosser Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dürften in den nächsten Monaten Zuflüsse in diesen Bereich generieren.

ETP-Zuflüsse in Europa bewegen sich auf einem historischen Hoch, das im November gerade durch Zuflüsse in Aktien-Fonds getrieben wurde, während Zuflüsse in Festverzinsliche nahezu gleich blieben. Während der Löwenanteil der Zuflüsse in entwickelte Märkte im Verlauf des Jahres in europäische Aktien-Fonds zu verzeichnen war, haben sich die Investoren im vergangenen Monat anderen Märkten zugewandt. Das dürfte sich jedoch wieder ändern, wenn die Region weiter gute Ergebnisse liefert und der Markt auf die Stimulanz-Politik der EZB vertraut. Bei festverzinslichen Wertpapieren liessen sich Zuflüsse in Kredit-Papiere verzeichnen. Das Ankaufprogramm der EZB für Staatsanleihen dürfte Anleger zunehmend drängen, schrittweise risikoreichere Papiere zu kaufen: Weg von den traditionellen Anleihen hin zu Unternehmensanleihen.“

Quelle: ETFWorld.ch

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