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BlackRock: Marktkommentar zu Stil-Faktoren

BlackRock : Faktoren bilden gewissermassen die Grundlage von Anlageportfolios. Es sind breite, dauerhafte Kräfte, welche die Renditen von Aktien, Obligationen und anderen Vermögenswerten bestimmen. .

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Monatlicher globaler Marktkommentar zu Stil-Faktoren – April

von Ed Gordon, Leiter iShares und Index Investing bei BlackRock Schweiz


Faktorbasierte Anlagestrategien nutzen die Fortschritte der Datenverarbeitung und moderne Technologie, um diese historisch nachweisbaren Renditetreiber gezielt in Portfolios einzusetzen. Investoren, die die Funktionsweise von Faktoren verstehen, können damit Überrenditen erzielen und Risiken reduzieren.

Als Renditetreiber lassen sich zwei Haupttypen von Faktoren unterscheiden: zum einen makroökonomische Faktoren, die über Anlageklassen hinweg funktionieren. Zum anderen Stil-Faktoren, die Renditen und Risiken innerhalb von Anlageklassen erklären können.

Die akademische Forschung zeigt, dass in Bezug auf Aktien fünf Stil-Faktoren im Vergleich zum breiten Markt langfristige Mehrrenditen erzielen können: geringere Unternehmensgrösse (Size) und hohe Unternehmensqualität (Quality) sowie niedrige Bewertung (Value), geringe Schwankungsbreite (Minimum Volatility) und positive Kursdynamik (Momentum) von Aktien. Diese Faktoren wirken abhängig vom Marktzyklus nicht immer in gleichem Masse. Insofern ist die optimale Gewichtung auf Basis regelmässiger, umfassender Analysen für den Anlageerfolg entscheidend.

Stil-Faktoren leisten nach Ansicht des Vermögensverwalters BlackRock einen entscheidenden Mehrwert zur Diversifizierung von Portfolios.

Daher unterstützt BlackRock unterstützt Investoren dabei, aktuelle Chancen und Risiken der einzelnen Stil-Faktoren noch besser einzuschätzen, um sie dementsprechend optimal im Portfolio zu berücksichtigen. Im Rahmen dessen kommentiert Ed Gordon, Leiter iShares und Index Investing bei BlackRock Schweiz, monatlich die aktuelle Faktor-Sicht von BlackRock.

Dabei stehen folgende drei Signale im Vordergrund:

• Konjunkturumfeld (Economic Regime Signal), verbunden mit der Frage: Hat der entsprechende Faktor in einem solchen Umfeld historisch betrachtet gute Renditen geliefert?
• Bewertung (Valuation Signal): Ist der Faktor im historischen Vergleich günstig oder hoch bewertet?
• Relative Stärke (Relative Strength Signal): Gibt es einen Trend, der die positive Entwicklung des Faktors unterstützt?

Je mehr dieser Signale in die Allokationsentscheidung einfliessen, umso robuster fallen die Ergebnisse aus.

Ed Gordon, Leiter iShares und Index Investing bei BlackRock Schweiz:  «Bei Quality-Aktien, sprich bei Papieren qualitativ hochwertiger Unternehmen mit besonders gesunden Bilanzen, haben wir unser leichtes Übergewicht zuletzt noch etwas erhöht. Grund dafür ist vor allem, dass die relative Stärke gegenüber anderen Stil-Faktoren zugenommen hat. Gleichzeitig spricht das Konjunkturumfeld mit abnehmendem Wachstum weiterhin für diesen eher defensiven Faktor. Auf der anderen Seite hat allerdings die Bewertung angezogen.

Den Faktor Size, also Aktien kleinerer Unternehmen, haben wir heruntergefahren – von einem moderaten auf ein deutliches Untergewicht. Denn die relative Stärke hat signifikant nachgelassen. Zudem entwickelt sich dieser Faktor besonders gut bei anziehendem Wirtschaftswachstum, insofern spricht das aktuelle Umfeld nicht für ihn. Im Vergleich dazu fällt die recht günstige Bewertung weniger ins Gewicht.

Momentum-Aktien, sprich Werte im Aufwärtstrend, haben wir von einem leichten Übergewicht auf eine neutrale Position zurückgestuft. Denn die relative Stärke hat abgenommen. Und die Bewertung ist nach wie vor recht ambitioniert, auch wenn sie leicht zurückgegangen ist.

Bei Value-Aktien, das heißt zum Beispiel bei Titeln mit niedrigen Kurs-Gewinn- oder Kurs-Buchwert-Verhältnissen, halten wir an unserer neutralen Gewichtung fest – auch wenn wir sie zuletzt etwas erhöht haben. Denn auf der einen Seite ist zwar die Bewertung attraktiver geworden. Auf der anderen Seite hat jedoch die relative Stärke noch etwas nachgelassen. Zudem ist das Konjunkturumfeld nicht sonderlich förderlich, denn Value-Werte entwickeln sich erfahrungsgemäß besonders gut bei anziehendem Wachstum.“

Unsere Positionierung in Minimum-Volatility-Aktien mit relativ geringer Schwankungsbreite bleibt neutral. Sowohl die Bewertung als auch die relative Stärke stechen nicht besonders hervor. Gleichzeitig spricht das aktuelle Konjunkturumfeld für Minimum-Volatility-Aktien.»

Quelle: ETFWorld

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