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BlackRock: Marktkommentar zu Stil-Faktoren – Mai

BlackRock : Faktoren bilden gewissermassen die Grundlage von Anlageportfolios. Es sind breite, dauerhafte Kräfte, welche die Renditen von Aktien, Obligationen und anderen Vermögenswerten bestimmen. .

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Monatlicher globaler Marktkommentar zu Stil-Faktoren – Mai

von Ed Gordon, Leiter iShares und Index Investing bei BlackRock Schweiz


Faktorbasierte Anlagestrategien nutzen die Fortschritte der Datenverarbeitung und moderne Technologie, um diese historisch nachweisbaren Renditetreiber gezielt in Portfolios einzusetzen. Investoren, die die Funktionsweise von Faktoren verstehen, können damit Überrenditen erzielen und Risiken reduzieren.

Als Renditetreiber lassen sich zwei Haupttypen von Faktoren unterscheiden: zum einen makroökonomische Faktoren, die über Anlageklassen hinweg funktionieren. Zum anderen Stil-Faktoren, die Renditen und Risiken innerhalb von Anlageklassen erklären können. Die akademische Forschung zeigt, dass in Bezug auf Aktien fünf Stil-Faktoren im Vergleich zum breiten Markt langfristige Mehrrenditen erzielen können: geringere Unternehmensgrösse (Size) und hohe Unternehmensqualität (Quality) sowie niedrige Bewertung (Value), geringe Schwankungsbreite (Minimum Volatility) und positive Kursdynamik (Momentum) von Aktien. Diese Faktoren wirken abhängig vom Marktzyklus nicht immer in gleichem Masse. Insofern ist die optimale Gewichtung auf Basis regelmässiger, umfassender Analysen für den Anlageerfolg entscheidend.

Stil-Faktoren leisten nach Ansicht des Vermögensverwalters BlackRock einen entscheidenden Mehrwert zur
Diversifizierung von Portfolios. Daher unterstützt BlackRock unterstützt Investoren dabei, aktuelle Chancen und Risiken der einzelnen Stil-Faktoren noch besser einzuschätzen, um sie dementsprechend optimal im Portfolio zu berücksichtigen. Im Rahmen dessen kommentiert Ed Gordon, Leiter iShares und Wealth bei BlackRock Schweiz, monatlich die aktuelle Faktor-Sicht von BlackRock.

Dabei stehen folgende drei Signale im Vordergrund:

• Konjunkturumfeld (Economic Regime Signal), verbunden mit der Frage: Hat der entsprechende Faktor in einem solchen Umfeld historisch betrachtet gute Renditen geliefert?
• Bewertung (Valuation Signal): Ist der Faktor im historischen Vergleich günstig oder hoch bewertet?
• Relative Stärke (Relative Strength Signal): Gibt es einen Trend, der die positive Entwicklung des Faktors
unterstützt?

Je mehr dieser Signale in die Allokationsentscheidung einfliessen, umso robuster fallen die Ergebnisse aus.

Ed Gordon, Leiter iShares und Wealth bei BlackRock Schweiz:

«Minimum-Volatility-Aktien mit relativ geringer Schwankungsbreite haben wir heraufgestuft, von einer neutralen Positionierung auf ein leichtes Übergewicht. Grund dafür ist in erster Linie das veränderte konjunkturelle Umfeld. Unsere Indikatoren deuten nun auf abnehmendes Wachstum hin, ausgehend von einer bereits geringen Basis. In einem solchen Umfeld können sich Minimum-Volatility-Aktien erfahrungsgemäß besonders gut entwickeln. Die Bewertung und relative Stärke stechen indes nicht hervor.

Unser leichtes Übergewicht in Quality-Aktien, sprich in Papieren qualitativ hochwertiger Unternehmen mit besonders gesunden Bilanzen, haben wir zuletzt etwas reduziert. Grund dafür ist unter anderem die höhere Bewertung. Gleichzeitig hat die relative Stärke nachgelassen, bleibt gegenüber anderen Stil-Faktoren aber attraktiv. Zudem spricht das Konjunkturumfeld mit abnehmendem Wachstum weiterhin für diesen eher defensiven Faktor.

Momentum-Aktien, sprich Werte im Aufwärtstrend, haben wir weiter herabgestuft, von einer neutralen Positionierung auf ein deutliches Untergewicht. Denn die relative Stärke hat weiter abgenommen. Außerdem stimmt uns das veränderte Konjunkturumfeld weniger positiv für diesen Faktor, der sich am besten bei starkem Wirtschaftswachstum entwickelt. Die Bewertung ist nach wie vor recht hoch, auch wenn sie leicht zurückgegangen ist.

Unsere Positionierung im Faktor Size, also in Aktien kleinerer Unternehmen, haben wir etwas ausgebaut – von einem leichten Untergewicht auf eine neutrale Gewichtung. Denn zum einen hat die relative Stärke leicht zugenommen. Zum anderen spricht das veränderte Konjunkturumfeld für eine neutrale Positionierung in diesem Stil-Faktor. Ein Wehrmutstropfen ist die höhere Bewertung.

Bei Value-Aktien, das heißt zum Beispiel bei Titeln mit niedrigen Kurs-Gewinn- oder Kurs-Buchwert-Verhältnissen, halten wir an unserer neutralen Gewichtung fest – auch wenn wir sie zuletzt nochmals etwas erhöht haben. Grund dafür ist in erster Linie das veränderte Konjunkturumfeld, das für eine neutrale Positionierung in Value-Aktien spricht.»

Quelle: ETFWorld

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