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BlackRock: Global ETP Landscape und europäische ETP-Trends Januar 2018

Die globalen Highlights: Die globale ETP-Branche verzeichnete im Januar Nettozuflüsse in Höhe von 100,6 Milliarden Dollar….

Patrick Mattar aus dem iShares Kapitalmarkt-Team


Das entspricht einem neuen Monatsrekord, der vor allem von japanischen und US-Aktien getrieben wurde. Zudem gab es Unterstützung vonseiten breit anlegender Schwellenländeraktien- und -anleihenprodukte.

US-Aktien verbuchten unter dem Strich 35,8 Milliarden Dollar frisches Kapital, wobei Standardwerte und zyklische Sektoren im Fokus standen. Rückenwind verschafften die US-Steuerreform und öffentliche Ausgaben, die über den Erwartungen lagen.

ETPs auf japanische Aktien kamen auf 12,1 Milliarden Dollar – ein neuer monatlicher Bestwert. Besseres globales Wachstum, solide Unternehmensgewinne und Unterstützung durch die Wertpapierkäufe der Bank of Japan wirkten als Treiber.

Breit anlegende Produkte auf Schwellenländeraktien und -anleihen setzten ebenfalls eine neue monatliche Bestmarke. Die Nettozuflüsse in diesen Segmenten erreichten 10,6 beziehungsweise 4 Milliarden Dollar, beflügelt vom schwächeren Dollar und höheren Rohstoffpreisen.

Patrick Mattar aus dem iShares Kapitalmarkt-Team kommentiert die fünf Kerntrends am europäischen ETP-Markt im Januar wie folgt:

1. Schwellenländeraktien sind „Sweet Spot“

„Der Januar bescherte Schwellenländer-ETPs mit Listings in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) die bislang höchsten monatlichen Nettozuflüsse. Erstmals haben Anleger im Laufe eines Monats unter dem Strich mehr als zwei Milliarden Dollar zusätzlich in dieses Segment investiert. Insgesamt verbucht das Segment nun seit zwölf Monaten am Stück Zuflüsse – so lange wie nie zuvor. Die Fundamentaldaten der Emerging Markets bleiben stark, und die langfristigen relativen Bewertungen bleiben attraktiv. Insofern sind Schwellenländer für Anleger offenbar ein ‚Sweet Spot‘.“

2. Europäische Aktien sind zurück

„Anleger vertrauten ETPs auf europäische Aktien mit Listings in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) im Januar unter dem Strich 3,8 Milliarden Dollar zusätzlich an. Das ist der höchste Nettozufluss innerhalb eines Monats seit Juli 2017. Er folgt einem Mittelabfluss im Dezember, der damals eine 15-monatige Phase von Zuflüssen beendet hatte, die bis August 2016 zurück reicht.“

3. Starker Jahresauftakt für Schwellenländeranleihen

„Für Produkte auf Schwellenländeranleihen mit EMEA-Listings war es ein starker Jahresauftakt. Im Januar erreichten die Nettozuflüsse 1,1 Milliarden Dollar – der höchste Monatswert seit Juli 2016. Das aktuelle Momentum in diesem Segment liegt nur leicht unter dem des Rekordquartals Anfang 2017 mit 3,8 Milliarden Dollar. Gleichzeitig übertrifft der Januar-Zufluss jedes andere bislang verzeichnete erste Gesamtquartal. Offenbar führen anhaltend niedrige Renditen bei Staatsanleihen aus Industrieländern und Investmentgrade-Kreditpapieren, die nahe der Rekordtiefs liegen, im Zusammenspiel mit dem schwächeren Dollar zu anhaltenden Zuflüssen in ETPs auf Schwellenländeranleihen.“

4. Japanische Aktien weiterhin im Aufwind

„Produkte auf japanische Aktien mit Listings in Europa befinden sich seit September scheinbar unaufhaltsam im Aufwind. Die kumulierten Nettozuflüsse haben seitdem mehr als vier Milliarden Dollar erreicht. Allein im Januar kamen ETPs auf japanische Aktien auf 1,4 Milliarden Dollar – das war der zweithöchste monatliche Zufluss, den entsprechende Produkte mit EMEA-Listings jemals verbucht haben, und der höchste Wert seit August 2014. Der Januar-Zufluss entspricht bereits 40 Prozent der 3,5 Milliarden Dollar aus dem Gesamtjahr 2017. Offenbar haben Anleger die lockere Geldpolitik und – in Anbetracht des starken Gewinnwachstums 2017 – den beachtlichen Bewertungsabschlag gegenüber anderen Industriestaaten im Blick.“

5. Robotik-Fonds auf dem Vormarsch

„ETFs, die Indizes mit Bezug zu Robotertechnologien abbilden und in der EMEA-Region gelistet sind, verzeichneten im Januar die höchsten jemals registrierten monatlichen Zuflüsse. Anleger investierten in die drei entsprechenden Fonds, die im Rahmen der EU-Fondsrichtlinie UCITS aufgelegt sind, 585 Millionen Dollar. Offenbar finden Anleger zunehmend Gefallen daran, langfristige themenorientierte Investitionen über Indexanlagen zu tätigen. In der Vergangenheit war das eher eine Domäne aktiver Portfoliomanager. Bei breiterer Betrachtung des Universums für Robotik-Fonds, die auch ETFs mit Listings in den USA und entsprechende aktiv gemanagten Publikumsfonds einschließen, zeigt sich: Das verwaltete Vermögen der 16 Fonds ist in den vergangenen drei Jahren von 206 Millionen auf 24,4 Milliarden Dollar gewachsen.“

Quelle: ETFWorld

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