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BlackRock: Global ETP Landscape und europäische ETP-Trends Februar 2018

Die globalen Highlights: Angesichts weiter steigender US-Zinsen und einer Korrektur des US-Aktienindex S&P 500 ließen die weltweiten Zuflüsse in ETPs im Februar auf 6,8 Milliarden Dollar nach….

Patrick Mattar aus dem iShares Kapitalmarkt-Team


Fonds, die Zugang zu Aktien außerhalb der USA bieten, behielten ihr Momentum bei und verzeichneten trotz des globalen Abverkaufs unter dem Strich 24,4 Milliarden Dollar frisches Kapital. Der Großteil davon entfiel mit 7,1 Milliarden Dollar auf japanische Aktien, breit investierende Schwellenländerprodukte mit 3,3 Milliarden Dollar sowie auf Aktien der Region Europa, Australasien und Ferner Osten mit 2,4 Milliarden Dollar.

Anleihen-ETPs verbuchten 3,4 Milliarden Dollar zusätzlich. Vor allem weniger risikoreiche Segmente wie US-Staatsanleihen, der breitere US-Anleihenmarkt und inflationsindexierte Papiere erfreuten sich hoher Zuflüsse. Demgegenüber standen Abflüsse aus Investmentgrade- und Hochzins-Unternehmensanleihen sowie Schwellenländerpapieren.

Die Abflüsse aus US-Aktienprodukten beliefen sich auf 23,3 Milliarden Dollar. In den vergangenen vier Monaten hatten Anlegern entsprechenden Produkten unter dem Strich 122,5 Milliarden Dollar zusätzlich anvertraut.

Patrick Mattar aus dem iShares Kapitalmarkt-Team kommentiert die fünf Kerntrends am europäischen ETP-Markt im Februar wie folgt:

1. Risikoappetit ist da

„Die Volatilität ist im Februar an die Märkte zurückgekehrt, doch Aktien-ETPs mit Listings in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) haben weiterhin Kapital eingesammelt. Zwar blieben die Zuflüsse im Februar hinter den Rekordwerten vom Januar zurück. Doch sie lagen fast doppelt so hoch wie im Dezember 2017. Europäische Werte waren innerhalb des Aktiensegments am beliebtesten und kamen per Saldo auf 3,4 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital. Dass Anleger europäische Aktien bevorzugen, ist nicht neu: In den vergangenen sechs Monaten lagen die Zuflüsse in dieser Kategorie bis auf zwei Monate durchweg höher als bei US-Aktien.“

2. Faktorstrategien kalkulieren Wirtschaftswachstum ein

„Bei den Zuflüssen in Faktor-ETPs geben Value-Produkte 2018 bislang weiterhin den Ton an. Seit Jahresanfang haben sie unter dem Strich 0,6 Milliarden Dollar frisches Kapital verbucht. Auf der anderen Seite sind aus Minimum-Volatility-Produkten im Februar 0,25 Milliarden Dollar abgeflossen – so viel innerhalb eines Monats wie seit Februar 2017 nicht. Value und Momentum könnten vom globalen Wirtschaftswachstum profitieren – eine Erklärung dafür, dass Anleger diese beiden Faktoren gegenüber defensiveren Minimum-Volatility-Produkten bevorzugen.“

3. US-Technologiewerte auf Rekordkurs

„Beim Blick auf die US-Sektoren fällt auf, dass zyklische Bereiche wie Finanz- und Technologiewerte in diesem Jahr bislang die höchsten Zuflüsse verzeichnet haben. Das könnte mit den Steuererreduzierungen und unerwartet hohen Fiskalpaketen in den USA zusammenhängen. Das erste Quartal 2018 ist auf dem besten Wege, das stärkste Quartal aller Zeiten für US-Technologiewerte zu werden – gemessen am Umfang der bisherigen Zuflüsse. Dieser Januar und Februar waren die Monate mit den zweit- beziehungsweise dritthöchsten Zuflüssen in US-Technologiewerte seit Beginn der Aufzeichnungen.“

4. Schwellenländeranleihen weniger stark gefragt 

„Am Anleihenmarkt war der Februar ein Monat abnehmender Risikofreude. So sind die Zuflüsse in Schwellenländeranleihen gegenüber Januar zurückgegangen, blieben mit 0,2 Milliarden Dollar jedoch im positiven Bereich. Im Gegensatz dazu kamen Hochzinsprodukte im Februar auf Abflüsse in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar – ein Rekordwert. Dass Anleger Schwellenländer- gegenüber Hochzinspapieren bevorzugen – wie bereits im vergangenen Jahr – könnte mit der vergleichweise geringeren Volatilität bei ähnlicher Rendite zusammenhängen. Zudem könnten Schwellenländeranleihen angesichts besserer Fundamentaldaten und höherer Kreditwürdigkeiten der Emittenten eine strukturell stärkere Verbreitung erleben.“

5. Staatsanleihen als sicherer Hafen gesucht

„Die Zuflüsse in ETPs auf Staatsanleihen haben im Februar zugenommen und erreichten 1,98 Milliarden Dollar. Ein möglicher Treiber dafür war die Suche nach sicheren Häfen angesichts schwächerer Aktienmärkte. Zudem könnte es sein, dass Anleger taktische Chancen in diesem Segment genutzt haben. Unterdessen verbuchte Gold, das ebenfalls oft als sicherer Hafen genutzt wird, die höchsten monatlichen Abflüsse seit Februar 2016. Gold-ETPs haben in diesem Jahr sechs Wochen am Stück Abflüsse verzeichnet – zum ersten Mal seit Dezember 2016.“

Quelle: ETFWorld

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