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Bitcoin: Jetzt heisst es zugreifen!

BITCOIN

Bitcoin: Das aktuelle Wirtschaftsklima bereitet den Investoren Sorge. Handelsumstrukturierungen, hohe Liquidität, systemisch niedrige Inflation, inverse Zinsstrukturkurven, Anleihen mit negativen Renditen, historisch angespannte Arbeitsmärkte …

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Von WisdomTree


und ein hoher Verschuldungsgrad sowohl bei den Konsumenten als auch auf staatlicher Ebene sind nur einige der Faktoren, die darauf schliessen lassen, dass wir uns in einer Welt befinden, in der sich an beiden Enden des Spektrums vertretbare Argumente für die Geld- und Fiskalpolitik finden lassen. Deshalb stellen viele die Wirksamkeit moderne Währungssysteme infrage.

Gleichzeitig besteht ein eklatanter Mangel an Vertrauen in die Zentralbanken. Nehmen wir die US-Notenbank als Beispiel. Obwohl die Federal Reserve eine unabhängige Zentralbank sein soll, werden ihre Gouverneure vom Präsidenten der Vereinigte Staaten ernannt und sie arbeitet auch häufig mit dem Finanzministerium zusammen – in der Praxis bedeutet dies, dass sie mit der Regierung zusammenarbeitet.

Dies wirft Fragen in Bezug auf Interessenkonflikte und Marktmanipulation auf. Es gibt keinen narrensicheren Mechanismus, der verhindert, dass das Finanzministerium der US-Regierung eine günstige Finanzierung mittels der Emission von Schuldverschreibungen zur Verfügung stellt, während die US-Notenbank die Zinsen senkt.

Unterdessen sind die Zentralbanken in anderen G20-Ländern zu Käufern aller Arten von Verbindlichkeiten geworden und blähen dadurch ihre Bilanzen ohne echte Verantwortlichkeit auf.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Bitcoin und Blockchain – die digitale Buchungstechnologie, mit der alle Transaktionen aufgezeichnet werden – in den vergangenen zehn Jahren an Glaubwürdigkeit gewonnen haben.

Der Mangel an Vertrauen in das derzeitige Finanzsystem und die daraus erwachsende Forderung nach einem robusteren Währungssystem macht Kryptowährungen so attraktiv. Angesichts dessen, dass die inhärente Struktur von Bitcoin darauf ausgelegt ist, die Unzulänglichkeiten des traditionellen Währungsmanagements auszuräumen, wird Bitcoin von vielen als Alternative zu „Geld“ wie wir es bisher kennen angesehen. Hier sehen wir uns nun die Gründe dafür an, warum jetzt ein günstiger Zeitpunkt für Investoren gekommen sein könnte, um im Rahmen ihrer Portfolios ein Engagement in Bitcoin in Betracht zu ziehen.

Bitcoin: eine Alternative zu traditionellen Währungssystemen

Bitcoin löst viele Probleme, die mit den heutigen Währungssystemen verbunden sind.

Zunächst einmal handelt sich dabei nicht um ein Finanzinstrument, das von einer staatlichen Institution entwickelt und deshalb einem Hintergedanken dienen könnte. Es wurde von der Öffentlichkeit als Alternative zu traditionellen Zahlungsnetzwerken entwickelt und ist ein Manifest der demokratischen Wertermittlung, da seine gesamte Existenz auf einem kontinuierlichen Vertrauensvotum beruht.

Ausserdem besteht vollkommene Transparenz – der Blockchain-Aspekt ermöglicht eine unabänderliche Buchhaltung und stellt sicher, dass keine Bedingungen des Manifests verletzt werden.

Ebenso braucht man sich mit Bitcoin keine Sorgen um ein Überangebot zu machen, da das Angebot des Vermögenswerts gedeckelt ist. Und das Angebot ist bis zu einem Endpunkt selbstregulierend; wenn die Netzwerkökonomie die Schöpfung neuer Einheiten mit derselben Geschwindigkeit verbietet, verlangsamt sich der Angebotszeitplan auf natürliche Weise.

Im Vergleich zu Fiat-Währungen wie dem britischen Pfund oder dem US-Dollar und Gold kann die Kryptowährung gut eingewechselt und gespeichert werden und behält dabei ihre unabhängigen Eigenschaften. In einer Welt, die der Ära des Bretton-Woods-Abkommens (1) den Rücken gekehrt hat und in der die Zentralbankpolitik durch Misstrauen Schaden genommen hat, ist eine Lösung, die ohne Vertrauen auskommt, schon fast selbsterklärend.

Warum ist es jetzt so wichtig, Bitcoin als Investment in Betracht zu ziehen?  Warum jetzt?

Sehen wir uns zur Beantwortung dieser Frage die Kerneigenschaften von Bitcoin an:

  • Nichtstaatliches, dezentralisiertes Eigentum
  • Volle Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Unveränderlichkeit
  • Erfordert Ressourcen bei der Schöpfung und Bearbeitung
  • Schöpfer und Bearbeiter werden belohnt
  • Seit mehr als zehn Jahren aktiv und technologisch effizient
  • Fähigkeit zur Durchführung von kryptografisch sicheren Peer-to-Peer-Zahlungen

Betrachtet man die Währung vor dem aktuellen wirtschaftlichen Hintergrund, wird klar, dass Bitcoin voll und ganz einen Platz unter den globalen Makro-Instrumenten verdient hat.

Doch da nur 21 Millionen Bitcoin jemals geschöpft werden – wovon angenommen wird, dass ein Drittel dauerhaft verschollen sind – und die Produktion in naher Zukunft zurückgeschraubt werden wird, ist es durchaus vorstellbar, dass es kurzfristig gerade dann zu einer Erschütterung des Angebots kommen wird, wenn das Interesse unter den Institutionen zunimmt. Deshalb sollte sich unseres Erachtens jeder zukunftsorientierte Investor mit Bitcoin vertraut machen, die mit dieser jungen, vielversprechenden Anlageklasse verbundenen Chancen und Risiken abwägen und eine Allokation in dem Vermögenswert, wenn auch klein, innerhalb seines Portfolios in Betracht ziehen.

Die Unsicherheit und die Auswüchse des heutigen globalen Finanzsystems, gekoppelt mit einer Forderung nach finanzieller Umsicht und Gleichheit in der Gesellschaft, bedeuten, dass von vielen Seiten Rückenwind vorhanden ist, der Kapital, zumindest am Rande, aus traditionellen Investmentoptionen in Richtung Bitcoin fliessen lassen wird.

Aus diesem Grund könnte jetzt die Zeit für opportunistische Investoren gekommen sein, um die Bitcoin-Chance zu nutzen.


1 Das Bretton-Woods-System war das erste System, das zur Steuerung des Werts von Geld zwischen unterschiedlichen Ländern eingesetzt wurde. Nach der Entscheidung der USA 1971, die Konvertibilität des US-Dollars in Gold auszusetzen, wurde das System im März 1973 eingestellt.

Quelle : ETFWorld

 

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