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Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse Juni 2020

Amundi ETF:  Im Juni sind die ETF-Mittelzuflüsse auf 64.5 Mrd. Euro gestiegen. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Plus von mehr als 70 Prozent.

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Marco Strohmeier, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Amundi Switzerland


  • Anleger haben einerseits wieder Aktien-ETFs gekauft und weiterhin Interesse an Obligationen-ETFs gezeigt, was zu einer deutlichen Nachfragebelebung geführt hat. Aktien-ETFs flossen global 17.8 Mrd. Euro und Obligationen-ETFs 42.1 Mrd. Euro zu.
  • In Europa konzentrierte sich das Anlegerinteresse bei Aktien-ETFs auf globale und nordamerikanische Aktien mit Zuflüssen von 2.2 Mrd. Euro bzw. 1 Mrd. Euro. Anleihen legten in Europa um 8.0 Mrd. Euro zu, wobei sich die Zuflüsse fast zu gleichen Teilen auf Staats- und Unternehmensanleihen verteilten.
  • Rohstoff-ETFs mussten hingegen global Rücknahmen von 4.7 Mrd. Euro hinnehmen.

Anleihen: Europäische Anleger wenden sich wieder risikoreicheren Obligationen-ETFs zu

  • Das Anlegerinteresse an Unternehmensanleihen blieb stabil, wobei Obligationen-ETFs in Europa 4.3 Mrd. Euro an Neugeldern einsammelten.
  • Das erneute Interesse an High-Yield-Titeln setzte sich im Juni fort, wobei Anleger 851 Mio. Euro in US-High-Yield investierten, gefolgt von Euro-High-Yield im Volumen von 795 Mio. Euro. Dies ist ein deutlicher Nachfrageschub, der die höhere Risikobereitschaft der Anleger widerspiegelt.
  • Interessanterweise gab es im Juni auch einen deutlichen Anstieg bei ETFs auf Staatsanleihen, denen 3.3 Mrd. Euro zuflossen. Der Grossteil davon – je 760 Mio. Euro – entfiel auf die USA und Schwellenländer.
  • Die deutlich steigende Nachfrage nach ETFs auf Staatsanleihen am einen Ende des Risikospektrums und das erneute Interesse an Hochzinsanlagen am anderen Ende des Spektrums spiegelt die grosse Bandbreite der Anlegerbedürfnisse wider.

Bei Aktien setzten Anleger in Europa auf zyklische Branchen – defensive Sektoren mit leichten Abflüssen

  • Dass Anleger wieder Interesse an Aktien haben, lässt sich an Mittelzuflüssen in Europa im Volumen von 4.9 Mrd. Euro ablesen. Dies spiegelt eine zurückkehrende Risikobereitschaft wider, die dadurch unterstrichen wird, dass Anleger Gelder in zyklischere Sektoren investierten, wobei 507 Mio. Euro auf Aktien-ETFs mit Fokus auf den Rohstoffsektor und 405 Mio. Euro auf Finanzwerte entfielen. Hingegen gab leichte Abflüsse in defensiveren Sektoren wie Energie und im Gesundheitswesen.
  • Im Juni flossen auch Mittel in Smart-Beta-Strategien, die in der Regel während einer wirtschaftlichen Expansion gut abschneiden. Value-Strategien, die sich in dieser Phase des Konjunkturzyklus tendenziell gut entwickeln, legten um 616 Mio. Euro zu. Auch Size und Momentum waren mit Zuflüssen von 476 Mio. Euro bzw. 250 Mio. Euro gefragt. Diese beiden Faktoren entwickeln sich tendenziell gut, wenn sich Volkswirtschaften in einer Wachstumsphase befinden.

Bei Rohstoff-ETFs sind breitere Indizes gefragt

  • Die globale Nachfrage nach Rohstoffprodukten war erheblich geringer als im Mai. Dennoch summierten sich die Zuflüsse in Europa gelisteter Produkte auf 834 Mio. Euro. Dies ist zwei Drittel mehr als im Mai.
  • Anleger kauften nicht mehr nur Produkte auf Gold, sondern auch wieder breite Rohstoffindizes, was das Vertrauen der Anleger in einen Aufwärtstrend der Wirtschaft, insbesondere im Rohstoffsektor, widerspiegelt.

Quelle: ETFWorld.ch

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